Zwischen Pest und Typhus – die Hansestadt Lübeck im 14. Jahrhundert

Holger Kieburg • 5 Mai 2021
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Einem Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gelang es, mithilfe der Analyse alter DNA (aDNA) Einblick in die Entwicklung und Geschichte von Epidemien im historischen Lübeck zu gewinnen. 

Am Ende des Mittelalters war das urbane Europa häufig Opfer von grassierenden Seuchen. Massenerkrankungen auf lokaler Ebene sowie länderübergreifende Pandemien wurden vermehrt in historischen Quellen beschrieben.

Die wohl bekannteste Epidemie der Menschheitsgeschichte war die durch das Bakterium Yersinia pestis hervorgerufene Pestwelle, die sich zwischen 1346 und 1353 in allen größeren Städten Europas ausbreitete und auch als der „Schwarze Tod“ bekannt ist. Zwei Drittel der Bevölkerung Europas fielen der Krankheit zum Opfer. So steht die Pest namensgebend für den Ausdruck „pestis“ oder „pestilentiae“, mit dem Seuchen unbekannter Ursache in historischen Texten häufig beschrieben wurden. Auch Lübeck wurde, wie in den Stadtchroniken verzeichnet, allein im 14. Jahrhundert von mindestens sechs „Pestilenzen“ heimgesucht. Bisher konnten keine Aussagen zu den Erregern dieser Krankheitswellen getroffen werden. mehr ...

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