Was ist Kultur? Eine psychotherapeutische Betrachtung

Dipl-Psych. Maureen Viktoria Fritsch • 12 April 2021
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Was ist Kultur?

 

Eine psychotherapeutische Betrachtung

 

Als Psychotherapeutin hat man täglich mit Emotionen zu tun. Die Menschen kommen zu einem stets mit dem gleichen Auftrag: Wie gehe ich mit meinen Gefühlen um, sei es mit der Angst, der Traurigkeit, dem Verlust oder dem Zorn. Bearbeitet man Fälle aus unterschiedlichen Kulturen, fällt einem schnell auf, dass der Umgang mit bestimmten Emotionen, wie z.B. Äußerung von Wut, Umgang mit Verletzung und Zurückweisung, von Kulturraum zu Kulturraum unterschiedlich gehandhabt wird. Der Umgang mit Emotionen ist demnach kulturell gebahnt und definiert. Nehmen wir z.B. den Umgang mit Verletzung in einer Beziehung. In der einen Kultur inspiriert der Schmerz über den Verlust des Liebespartners zum erdichten von Liedern, welche dann zu langjährigen weltweiten Hits wurden (siehe ABBA). In anderen Kulturen kann das gleiche Gefühl Menschen zum Begehen von Straftaten bringen.

 

Für den Menschen ist es eine Lebensaufgabe mit seinen Gefühlen umzugehen. Emotionen ausdrücken zu können, bedarf stets einer komplexeren Leistung. Das liegt an der simplen Tatsache, dass wir schlicht nicht mit dem gleichen Hirn Emotionen fühlen, wie wir sprechen oder uns „Gedanken machen“. Die Gefühle werden in einer evolutionär älteren Gehirnstruktur, dem Mittelhirn, genauer Lymbischem System, Hypothalamus und Amygdala erzeugt, wohingegen wir mit der evolutionär jüngeren Gehirnstruktur, dem Großhirn, denken, sprechen und reflektieren. Beide Ebenen gilt es erst einmal zu verknüpfen und in Austausch zu bringen, bevor der Mensch in der Lage ist Gefühle zu versprachlichen oder auszudrücken. Kultur ist somit ein lang aufgebauter Mechanismus des Menschen, diese Brücke zwischen Mittel- und Großhirn zu schlagen.

Dementsprechend stelle ich die These auf:

 

Kultur ist aus psychotherapeutischer Sicht der adäquate Umgang mit Gefühlen und das adäquate Management von Emotionen.

 

Kultur fördert und bahnt den Austausch von Emotionen. Nicht nur zwischen Mittel- und Großhirn des Einzelnen, sondern auch zwischen den Menschen. Kultur steckt einen Rahmen in dem geklärt wird wie Emotionen ausgedrückt werden können und dürfen. Man nehme hier das Beispiel des stark gestikulierenden Italieners in Neapel, was seinesgleichen im kalten London sucht.

In Kunst werden Emotionen ausgedrückt, in Musik ebenso. Gesellschaftliche Diskussion und das Führen von Zivilisationsgemeinschaften jeglicher Entwicklungsstufe (Stamm, Clan, Königreich, Staat)  bearbeiten, wie Menschengruppen mit ihren verschiedenen Emotionen und daraus resultierenden Bedürfnissen miteinander leben können, ohne sich um die vorrätigen Nahrungs- und Raumressourcen zu bekämpfen oder sogar zu vernichten.

 

Erleben wir einen inadäquaten Umgang mit Emotionen, einem von unserer Kultur nicht akzeptierten Ausdruck von Emotionen, dann fühlen wir uns gleich an Rückständigkeit entweder lebensaltertechnisch oder zivilisatorisch erinnert. Einem ungezügeltem Ausagieren von Emotionen stehen wir gegenüber, z.B. bei einer Kneipenprügelei, dem Steinewerfen auf Demonstranten oder dem Beschimpfen der gegnerischen Demonstrationsteilnehmer.

  

Da Kultur sich in vielen Facetten zeigt, betrachten wir

die eingangs gestellte These anhand von ein paar Beispielen:

 

Kunst

Wer sich schon einmal in zarten Farben und Stimmungen eines Gemäldes der Künstler der Impressionistenbewegung verloren hat, weiß: Kunst löst Emotionen aus. Betrachten wir das Gemälde einer Landschaft van Gogh, blicken wir durch die Augen des Künstlers. Die Wahl der Farben, die Auswahl des Blickwinkels, die Wahl der Mal- und Darstellungstechnik, sind beeinflusst von den Gefühlen des Künstlers, während er sein Gemälde komponiert. Ist er froher gestimmt, wird der Griff zu kräftigen und hellen Farben im Malkasten zu bemerken sein. Hat der Künstler eine eher getrübte Laune, werden die Farben düsterer. Vergleichen wir hier zur genaueren Darstellung die Gemälde der Expressionisten mit denen der Impressionisten.

Die Impressionisten stellen die Schönheit der Natur dar. Sie wollen in die Felder, Wälder, Gärten und Seen, die sie malen, hineinfließen. Helle, sanfte Töne bestimmen das Bild. Die Natur wird als zerbrechlich empfunden und so wird sehr häufig in Pastelltönen gemalt.

Die Expressionisten malen ihre Bilder unter dem Eindruck des Traumas vom 1. Weltkrieg. Die Farben sind düsterer, Nachtszenen haben etwas Dunkles, Böses, Kaltes. Aus diesen Bildkompositionen spricht das Gefühl des sozial Verlorenseins - ein Abbild so vieler emotional geschundener Kriegsversehrter des 1. Weltkrieges.    

 

Musik

Musik transportiert ganz offensichtlich Emotionen. Man „hört“ die Gefühle des Sängers oder Musikers. Da Musik ohne Sprache international und interkulturell sich verständigen kann, stehen wir auch hier einer der ältesten affektiven Äußerungen des Menschen gegenüber. Ein Opernstück hat eine andere Qualität als ein Popsong. Auch hier erleben wir das Ausdrücken von Gefühlen und den Austausch dieser, denn der Zuhörer wird sofort bei Musik in Mitschwingung versetzt. Dies ist bei Konzerten bekannter Bands gut zu beobachten. Nichts kann die Stimmung eines Menschen so schnell beeinflussen wie Musik, weshalb sie häufig in ShoppingMalls, Fahrstühlen oder Friseursalons zur Anwendung kommt.

 

Theater und Film

Auch in Theater- und Opernstücken, sowie deren Weiterentwicklung, dem Spielfilm, versinkt der Zuschauer in einer Flut von Emotionen. Im ausgeklügelten Zusammenspiel von Licht, Musik und Darstellung baut der Regisseur eine gefühlvolle Atmosphäre auf, die das Publikum bannen und mitreissen soll. Gut gezielte Effekte lassen Stimmungen schnell wechseln. Das direkte Bild wirkt stark auf unser Gefühlszentrum. Es ist eine hohe kulturelle Leistung ein Schauspielstück zu entwickeln.

 

Literatur

Über geschriebene Sprache, sei es Prosa oder Lyrik, entstehen Gedanken und Gefühle direkt in unserem Gehirn ohne den Umweg über das visuelle System. Das Festhalten von Gedanken in Zeichen hat einen langen kulturellen Entwicklungsweg hinter sich. Schrift dient als Kulturträger über Generationen hinweg. Schriftstücke speichern Wissen. Wer den Schlüssel zur Decodierung der Schriftsprache besitzt, kann entziffern, was der Autor mitteilen wollte. So ist es uns heute seit Entschlüsselung der Keilschrift möglich, die astronomischen Beobachtungen der Sternwarte der Stadt Ur zu studieren. Durch die Literatur kann Liebe und Faszination zu den Gestirnen über tausende Jahre hinweg geteilt werden.

 

Technik

Wer schon einmal eine Keynote des Apple Konzerns gesehen hat, weiß dass Technik sehr wohl Emotionen erzeugen kann. Jede Autowerbung zielt auf starke Gefühle, ebenso der Verkauf von Staubsaugern, Küchengeräten und Handytarifen. Technik dient zum Vereinfachen unseres Lebens. Somit verschafft uns die Technik mehr Zeit für „gute Gefühle“. Um uns das schmackhaft zu machen, ist eine ganze Branche täglich damit beschäftigt hochkarätige Werbespots zu entwickeln. Technik ist aber ebenso ein Ausdruck von Macht und Status. Technik unterstützt inzwischen weit über die Befriedigung von Grundbedürfnissen den Menschen darin, seinen Expansionswunsch zu stillen (Flugzeug, Raumstation).

 

Architektur

Die menschliche Architektur hat sich zu etwas höchst Abstraktem entwickelt. Begonnen hat aber alles im simplen Bewohnen einer Erdhöhle, wie es viele andere Säugetiere unseres Planeten auch vorziehen. Architektur heute ist ein Ausdruck von Emotionen, eine Kulturtechnik, entstanden während der Neolitischen Revolution, als der Mensch begann sesshaft zu werden. Denken wir an den neoklassizistischen Stil oder Jugendstil, sehen wir uns emotional angesprochen. Architektur spielt auf unser Gefühl der Ästhetik an, auf das sich Umgebenwollen mit Schönheit. Somit ist die Baukunst ein weiterentwickelter Ausdruck menschlicher Emotion. Sie kann neben Schönheit, Macht, Status, Geborgenheit oder „einen Platz auf Erden“ ausdrücken. Wären die Emotionen nicht im Spiel, würde uns Menschen eine Lehmhöhle im Erdreich noch immer als Behausung ausreichen.

 

Gesellschaftliche Diskussion und das Führen von Zivilisationsgemeinschaften

Emotionen erzeugen Wünsche und Bedürfnisse. Treten diese in Konkurrenz zu den Vorstellungen anderer Menschen, kommt es häufig zum Konflikt.

Eine lebenslange Aufgabe wie der Umgang des Menschen mit seinen eigenen Emotionen, ist der adäquate Umgang mit Konflikten zu seinen Mitmenschen. Diese reichen von einer hitzigen Diskussion bis zu Kriegshandlungen zwischen Nachbarschaftsvölkern.

Gesellschaftliche Diskussion und das Führen von Zivilisationsgemeinschaften aller Art versucht in bahnen zu lenken, dass viele Menschen auf engen Raum existieren können, ohne sich dauerhaft zu „bekriegen“. Denn gerade die starken Emotionen Neid, Eifersucht, Wut sind Auslöser für Eskalationen. Gesellschaftliche Diskussionen bearbeiten und legen in jeder Kultur fest, wie diese starken negativen Emotionen ausgedrückt werden dürfen und wie vor allem zwischen den Konfliktparteien vermittelt werden kann. In unserer Kultur ist dies Aufgabe eines ganzen Berufsstandes von Richtern, Anwälten und gesetzgebenden Institutionen.

 

Der Blick ins Tierreich

Wenn wir plädieren, Kultur ist der adäquate Umgang mit Emotionen, können wir auch Beispiele aus dem Tierreich heranziehen. Die Bildung von Rudelstrukturen dienen z.B. oft dazu festzulegen, wer zuerst am erlegten Tier frisst. Das ist bei Wölfen oder Löwen so zu beobachten. Hier sind somit die Emotionen und daran hängenden Bedürfnisse klar strukturiert und gebahnt. Wenn die Hierarchie geklärt ist, gibt es keine Konflikte am Riß und das Rudel kann entspannt fressen. Bei ungeklärten Hierarchien sind dagegen im Rudel Spannungen, Zorn und Fressneid zu beobachten und es entstehen unter den Rudelmitgliedern Kämpfe um den Riß. Somit schützt die Kulturtechnik Rudelbildung vor größeren Störungen bei der Nahrungsaufnahme und verteilt die Nahrung gerecht unter den einzelnen Tieren. Gleichzeitig senkt sie den Stress in der Gruppe, was ein sehr wichtiger Aspekt für die Gesundheit der einzelnen Individuen ist.

 

Kultur ist aber in der Menschheit nicht nur in positiver Anwendung gewesen. Ein Blick in Zeitung und Fernsehen offenbart uns, wie auch schon im Abschnitt „Technik“ kurz erwähnt, die negative Anwendung von Kultur. Immer wenn versucht wird Menschen zu manipulieren, um einer kleinen Gruppe mehr Macht zu verleihen z.B. durch eine populistische Aggitation oder durch eine Manipulation zum Kauf eines Produktes, sehen wir eine eher negative Anwendung des Management von Emotionen durch Kultur. Wenn wir in die Menscheitsgeschichte schauen, sehen wir zahlreiche Beispiele negativer Anwendung von Kultur. Denken wir nur an die Vorbereitung und den Beginn  des 2. Weltkrieges und die Aggitation des NS-Regimes.

 

Wie wir in verschiedenen Beispielen der menschlichen kulturellen Äußerungen betrachtet haben, wird durch Kultur Emotionen Ausdruck verliehen. Durch Kultur ist oft der Austausch von Emotionen zwischen Menschengruppen gewährleistet. Ebenso dienen Kulturtechniken dazu negative Emotionen (Neid, Hass, Verletzung, Abneigung) zwischen Menschengruppen zu vermitteln und zu verwalten, sodass ein gemeinsames Miteinander ohne Ausbrüche von Gewalttaten möglich ist.

 

Demnach sprechen alle genannten Beispiele für die eingangs gestellte These, dass Kultur aus psychotherapeutischer Sicht adäquater Umgang und Management von Emotionen ist.

Kommentare (5)

Marcin Lupa

Liebe Frau Fritsch,

kognitive Beschäftigung mit verschiedenen Inhalten interferiert mit Emotionen.

"Kultur ist somit ein lang aufgebauter Mechanismus des Menschen, diese Brücke zwischen Mittel- und Großhirn zu schlagen."

Wenn Kultur die Funktion einer Brücke hat, so ist die Beschäftigung mit emotionalen Kulturinhalten der Fluß.
Im Leben begegnen uns diese Inhalte immer wieder und korrespondieren mit unserer Emotionalität.

Mein erstes Gefühl nach dem Lesen Ihres Artikels war, ich möchte bei Ihnen eine Langzeittherapie machen.
Ich hätte viel zu erzählen und sie scheinen mir bestens dafür geeignet meine Berichte zu reflektieren und aus tiefenpsychologischer Sicht zu kommentieren.

Es freut mich, dass Sie beim Beispiel "Kunst" den Maler van Gogh bemühen, ist er doch unter den Malern ein exzellentes Beispiel für hohe Emotionalität und eine instabile Persönlichkeit.
Der weitere Vergleich der beiden Kunststile ist gut gewählt.

Musik sei eine affektive Äußerung? - das stimmt und sie bedient vor allem die Gefühle, ehe die lyrisch anmutenden Gesangsverse Futter für die Ratio liefern.

Wunderschön auch Ihre beiden Beispiele zu Schauspielkunst und Literatur.
Letztere zielt auf die eigene Vorstellungskraft ab, der keine Grenzen gesetzt sind bei der Fusion der Künste und Kulturtechniken.

Bei Technik, insbesondere Computertechnologie hatte ich als Kind und Jugendlicher starke Empfindungen, so dass ich mich gerne in die literarischen Welten von William Gibson (Neuromancer) verlor und dazu viel Computer spielte.

Für mich ist es ein tolles Gefühl mich in eine besondere Architektur hineinzuträumen.
Dabei denke ich an ein eigenes Studierzimmer mit Bücherregalen, Schreibtisch, Lesesessel und Lesecouch. Dieser Traum erfüllt mich mit einer gewissen Erwartung und motiviert mich diese anzustreben.
Vielleicht ist in meinem Leben für die Umsetzung noch Raum und eine besondere Zeit.

Was Sie zu gesellschaftlichen Diskussionen schreiben ist zutreffend, allerdings wird man von besagten Vertretern der normativen Ordnung, allem voran Richtern und anderen Juristen auch untröstlich enttäuscht, wenn sie selber nicht die emotionale Reife zeigen, ihres Amtes zu walten.

Schön, dass Sie bei Tieren auch von Kulturtechniken sprechen. Der Mensch sollte bei all seiner hohen Zivilisation nie vergessen, dass auch er ein Tier ist, ein Altweltaffe, der sein Fell, nicht jedoch seine Instinkte verlor.

Ich danke Ihnen für den Einblick in Ihre Aufstellung der kulturellen Äußerungen und bin wie Sie der Meinung, dass Kultur und ihre Techniken einen adäquaten Umgang mit Emotionen ermöglichen.
Psychotherapie an sich ist somit ein hohes Kulturgut und auch sind Psychotherapeuten Kulturschaffende, die ein Individuum (ihren Klienten) gestalten und zu bilden helfen.

Herzliche Grüße
Marcin Lupa

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  • Thomas Henkel

    Liebe Frau Fritsch,

    am interessantesten fand ich den Anfang Ihrer Ausführungen, wo Sie auf das menschliche Gehirn zu sprechen kommen. Danach sind die Emotionen in älteren Gehirnteilen angesiedelt als der Verstand, den das jüngere Großhirn beherbergt. Man kann vielleicht sagen, dass der rationale Teil des Gehirns den emotionalen zähmt, denn viele Kulturtechniken sind rationale Techniken. Gut, es gibt auch die Sublimierung, d. h., dass eine Emotion in einer anderen ausgelebt wird, z. B. bei der Umwandlung von sexueller Energie in religiöse Inbrunst.

    Eine stark ausgeprägte Rationalität kann in der Therapie bei einem Klienten hinderlich sein, wenn er dadurch keinen leichten Zugang zu seinen Gefühlen bekommt. Gleichzeitig aber ist der Verstand auch ein guter Schutz vor überbordenden negativen Gefühlen.

    Wenn ich Sie richtig verstanden habe, vollbringt das Großhirn die Leistung, die Emotionen anderer Gehirnteile in eine (rationale) Sprache zu übersetzten. Diese Übersetzungsleistung funktioniert nicht selbstverständlich: Sie muss sich, wie Sie sagen, menschheitsgeschichtlich erst in einem kulturellen Prozess entwickeln. Und mancher Klient in der Therapie muss sie erst einüben.

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  • Marcin Lupa

    Lieber Herr Henkel,

    ich fürchte, dass sich die Übersetzungsleistung nicht nur menschheitsgeschichtlich erst in einem kulturellen Prozess entwickeln, sondern auch individuell.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch wenn die kulturelle Entwicklung vollzogen wird, es immer noch zu Blockaden dieser Entwicklung durch Individuen kommt, die man plötzlich in Positionen vorfindet, die über einen selbst entscheiden, obwohl sie keinerlei Reife besitzen, weder eine emotionale, noch eine empirische.
    Da stellt man sich die Frage, was hat man falsch gemacht? - Offenbar führt blindes streben nach Macht und Herrschaft, vielfach zu mehr Erfolg.
    Daher auch der Gedanke, ob man individuellen Erfolg nicht anders bemisst.

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  • Thomas Henkel

    Lieber Herr Lupa,

    die Entwicklung hin zu mehr Kultur ist natürlich auch im individuellen Bereich erstrebenswert (z. B. im Umgang mit destruktiven Emotionen). Oft scheint es so, dass Skrupellosigkeit eher zu Erfolg führt als Empathie, da haben Sie recht. Am besten bemisst man individuellen Erfolg nach seiner persönlichen Zufriedenheit. Das wiederum hängt sicherlich davon ab, ob man mit seinem Job zufrieden ist, ein wenig finanziellen Spielraum hat u. a.

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  • Marcin Lupa

    Lieber Herr Henkel,

    Sie haben Recht. Und wenn Sie es schon ansprechen, es ist zwar nicht meiner individuellen Kultur geschuldet, aber in Anbetracht der Prämissen bin ich mit meiner beruflichen Situation leider nicht zufrieden. Da sind die Spielräume zu gering und die Verpflichtungen wie auch die Verantwortung zu groß.

    Aber daran habe ich halt zu knabbern. Gibt es so etwas wie Schicksal?

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