Vom Atomphysiker zum Verfechter der Menschenrechte

Angi Knebel • 21 Mai 2021
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Quelle: RIAN archive 25981 Academician Sakharov - Category:Andrei Sakharov – Wikimedia Commons

»Alle Völker haben das Recht, ihr Schicksal durch freie Willensäußerung zu bestimmen.« - Andrei Sacharow

Heute wäre der 100. Geburtstag von dem russischen Physiker, Dissident und Friedensnobelpreisträger Andrei Dmitrijewitsch Sacharow (21. Mai 1921–14. Dezember 1989).

Der in der Kernphysik promovierte Sacharow arbeitete von 1948 bis 1968 am sowjetischen Kernwaffenprogramm – er war maßgeblich an der Entwicklung der ersten sowjetischen Wasserstoffbombe beteiligt, weswegen er als „Vater der sowjetischen Wasserstoffbombe“ gilt. Nachdem bei einem Bombentest die ersten Toten verzeichnet wurden, veränderte sich seine Einstellung gegenüber Waffen. Bis zu seinem Tod setzte sich Sacharow für die internationale Abrüstung und Kernwaffen-Kontrolle, für die Durchsetzung der Menschenrechte und für eine Demokratisierung der Sowjetunion ein.

Für seinen Kampf um Menschenrechte wurde er am 10. Dezember 1975 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, welches ihn zeitweise zum sowjetischen Staatsfeind machte und dafür wurde er 1980 für sieben Jahre nach Gorki verbannt. Darüber hinaus erhielt Sacharow weitere Preise und Auszeichnungen, wie 1984 den Tomalla-Preis und bereits 1974 wurde er mit dem französischen Prix mondial Cino Del Duca geehrt.

 

Ausstellungshinweis

Vom 21.05.-16.06.2021 zeigt die Universität Bremen eine Ausstellung zu diesem Wissenschaftler und Menschenrechtler der Sowjetunion, dessen Bemühungen gerade heute an Aktualität nicht verloren haben:

https://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/de/5/20110606112743/20210506110928/21-05-21_-_16-07-21.html

Kommentare (1)

Michael Hänel

Es wäre interessant, was junge Studenten zu dieser Ausstellung sagen, die ja leider zumeist an Schulen (fast) nichts von der Geschichte der Sowjetunion nach 1945 oder gar von Widerstand gegen Sozialismus an der Macht erfahren.

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