Über die Zukunft. Wie wird die Welt von morgen?

Kommentare (3)

Marcin Lupa

Lieber Herr Moismann,

erneut ein schöner Essay, hier in dieser ambitionierten Community.

Sie gehen also davon aus, dass wir zu viel Dampf machen um Nichts und dass wir uns auf unsere direkte familiäre Umgebung rückbesinnen sollten, weil wir ohnehin nicht überblicken können, was geschehen wird. Aus dem simplen Grund, dass Zukunft ungewiss ist und trotz der Tatsache, dass sich einige Dinge niemals ändern werden (Remarque), die globale Veränderung an der wir Menschen, wie auch andere Lebewesen entschieden teilhaben, unüberschaubar ist. Jedenfalls aus der Sicht des einzelnen Individuums und als Prognose.

So viel folge ich Ihnen gerne und stimme auch zu.

Ich versuche im Umfeld meiner Familie zu bleiben: in Zukunft werde ich noch etliche Male Frühstück für uns drei zubereiten, ebenso Mittagessen, wie auch Abendessen. Aus dem Grund alleine, dass ich der Koch bei uns bin.
Ich werde auch etliche Male zum Getränkemarkt fahren und auch darüber hinaus einkaufen.
In der Zwischenzeit werde ich auch in Bayern einkaufen - trotz Söder und dank des Schweizer Rohstoffs, Geld (der mir hoffentlich nie ausgehen wird).

Irgendwann werde ich wieder an einem schönem Platz im Wendelsteinmassiv der bayrischen Voralpen eine Schweizer Chemikalie aus den Laboren von Sandoz zu mir nehmen und in meinen Erinnerungen an die schöne Zeit in Basel schwelgen, einen Blick in die Zukunft wagen, gar nicht weit, eine leichte Veränderung wahrnehmen. Ich bin erneut um ein paar Jahre älter geworden, obwohl ich seit meiner Geburt so ungefähr das Gleiche getan habe, und der Planet hat sich leicht verändert. Es sind weniger Wälder auf ihm, mehr Menschen, weniger andere Lebewesen. Das Anthropozän ist am Gange. Es gibt mehr "Dampfplauderer" (auch aus der Schweiz) und auch mehr ambitionierte Philosophen. Wovon es immer weniger gibt, ist unkontrollierte Wildnis und Unbekanntes im eigentlichen Sinne.
Ich bleibe also weiter an meinem Platz in den Bergen sitzen, während die Chemikalie wirkt, Holz sammeln für ein Feuerchen für die Nacht und nach Sonnenuntergang zu den Sternen gucken. Dann werde ich mich klein fühlen, unbedeutend, unwissend, meiner wahren Größe nicht mehr bewußt.

Vielen Dank für Ihre Ansichten und die damit verbundene Zukunftsbesinnung.

Haben auch Sie eine schöne Zeit, bei allem was Sie tun ...

Viele Grüße nach Rombach

Marcin Lupa

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  • Jürgen Germann

    Nicht untätig bleiben, aber offenlassen, was wird ...

    Geistig erfrischend, beherzigenswert.

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  • Jürgen Germann

    ... nach einer zweiten Lektüre Ihres Beitrages ergänze ich:
    ... nicht was Ihre Polemik und absoluten Urteile betrifft, aber die Zuversicht, dass wir – alle oder viele oder manche – etwas Gutes gedanklich und | oder praktisch beitragen können, das sich dem Urteil der anderen zu stellen traut und bewährt.
    JG

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