Über Adam

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Adam lacht,
wenn es kracht.

Adam winkt,
wenn er singt.

Adam witzelt,
wenn es kitzelt.

Der große Adam lebte im selben Haus,
war weder erwachsen, noch klein, sah anders aus.

Gemeine Mäuler flüsterten, er sei mißlungen, 
ich sah in ihm nur Heiterkeit eines großen Jungen.

Ein Zauberwesen war er, wohnte mit einem Drachen,
den sah ich nie, hörte einzig seine Mutter hämisch lachen.

Ich sehe ihn vor mir, seinen Kopf zur Seite neigen,
Erwachsene gingen vorüber, verhüllt im peinlichen Schweigen.

Wir fanden ihn aber toll, er war ein besonderer Freund,
ein großer Mann, der wie die Kleinen lacht und träumt. 

In all den Jahren, wie ist es ihm ergangen?
Hielt der Hausdrache ihn noch lange gefangen?

Fand er ein neues Märchen mit Kindern dazu?
Konnte er andere erheitern, für sich gewinnen im Nu? 

Nun, Adam geht,
aber er versteht,
Spuren in Erinnerungen zu hinterlassen,
vergnügt, manchmal traurig hinter all den Grimassen. 

Kommentare (5)

Kio Viktor

Zauberhaft! Maria, ich habe deinen Text sehr gerne gelesen und mag Adam.

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  • Marcin Lupa

    Auch ich schließe mich an. Dieses Gedicht ist besonders und handelt von einem besonderen Menschen, der wie viele von ihnen unsere Aufmerksamkeit verdient.
    Auch würde ich Adam auf meinen Waldrunden beim Pilzesammeln mitnehmen.

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  • Ewa Holeczek-Lupa

    Es gilt alle Adams der Welt sichtbar zu machen und ihnen mit größten Respekt zu begegnen!

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  • Edward Nilson

    Tief berührend. Ich kannte auch einen "Adam". Wird niemals vergessen. Ihnen danke ich für diese besondere Zeilen.

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