Rückblick auf Buchpräsentation und Gespräch mit Franziska Davies und Katja Makhotina im NS-Dokumentationszentrum München

Thorsten Jacob • 2 Mai 2022
Blogbeitrag in der Gruppe Geschichte
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Offene Wunden Osteuropas: Reise zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs

Rückblick auf Buchpräsentation und Gespräch mit Franziska Davies und Katja Makhotina im NS-Dokumentationszentrum München am 28.04.2022.

An die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zu erinnern, gilt als Basis unseres freien, geeinten Europas. Woran aber wird in Deutschland erinnert und woran in den Staaten Osteuropas? Bei näherer Betrachtung erweist sich die deutsche Erinnerungskultur an den Vernichtungskrieg im östlichen Europa als lückenhaft. In zehn Reisereportagen zeigen die Historikerinnen Franziska Davies und Katja Makhotina in ihrem 2022 bei der wbg erschienenen Buch "Offene Wunden Osteuropas" diese deutschen Erinnerungslücken auf: Lwiw, das Wilnaer Ghetto, Maly Trostenez, Leningrad, Babyn Yar – um nur einige zu nennen.

Sehr persönlich und anschaulich weisen die Autorinnen überraschende Wege zu einem gemeinsamen Erinnern und zu gegenseitigem Respekt und greifen dabei auch auf die eigenen Familiengeschichten zurück.

Der Abend wurde moderiert von Kristina Tolok (NS-Dokumentationszentrums München)

Franziska Davies arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Katja Makhotina ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas an der Universität Bonn tätig.

Ort / Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München


Rückblick im Video

Quelle: NS-Dokumentationszentrum München


Weitere Eindrücke

Quelle: wbg


Franziska Davies und Katja Makhotina
Vor Beginn der Veranstaltung im NS-Dokumentationszentrum München. Copyright: wbg

Franziska Davies und Katja Makhotina
V.l.n.r. Katja Makhotina, Kristina Tolok, Franziska Davies. Copyright: wbg

Franziska Davies und Katja Makhotina
V.l.n.r. Franziska Davies, Katja Makhotina, Kristina Tolok. Copyright: wbg

Franziska Davies und Katja Makhotina
Franziska Davies und Katja Makhotina. Copyright: wbg

Franziska Davies

Dr. Franziska Davies ist in Düsseldorf geboren. Sie wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert, wo sie Osteuropäische Geschichte lehrt. Zu ihren Forschungs- und Publikationsschwerpunkten zählt die moderne Geschichte Russlands, Polens und der Ukraine.

 

 

 


Katja MakhotinaDr. Katja Makhotina ist in St. Petersburg geboren, promovierte in München und lehrt Osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn. Mit ihren Studierenden erforscht sie seit Jahren lokale Erinnerung an die osteuropäischen Opfer in Deutschland und engagiert sich in der Gedenkstättenarbeit.

 

 

 


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Offene Wunden Osteuropas

Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs

Das Erinnern an die Verbrechen des 2. Weltkriegs ist Fundament unseres freien, geeinten Europa – aber woran erinnert sich Deutschland, woran hingegen Osteuropa? Denn obwohl Deutschland als »Weltmeister« der Erinnerungskultur gilt, erweist sich unser Erinnern an den Vernichtungskrieg im östlichen Europa bei näherem Hinsehen als deutlich lückenhaft.

In zehn Essays, die eigentlich Reisereportagen sind, machen die Autorinnen Franziska Davies und Katja Makhotina diese deutschen Erinnerungslücken anschaulich: Lwiw, Wilnaer Ghetto, Malyj Trostenez – was wissen wir über die zweieinhalbjährige Blockade Leningrads? Was über die Ereignisse in Belarus oder im Baltikum? Und welche Orte von Leid und Tod – außer Auschwitz - gab es in Polen noch? Sehr persönlich und anschaulich, auch unter Rückgriff auf die eigenen, unterschiedlichen Familiengeschichten, und mit Besuchen vor Ort und Gesprächen mit Zeitzeugen weisen sie überraschende Wege zu einem gemeinsamen Erinnern und zu gegenseitigem Respekt in Europa.

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