Rousseau, die Moral und warum Tiere nicht böse sind

Thorsten Jacob • 27 Februar 2021

Jean-Jacques Rousseau (1721 - 1778) ist nicht nur aus heutiger Sicht ein herausragender Philosoph, denn bereits Immanuel Kant (1724 - 1804) bezeichnete Rousseau als den Newton der Moral, da dieser (wie Newton den Grundstein der klassischen Mechanik legte) das Moralgesetzt entdeckt habe und die Ethik revolutionierte.

So ging es bei der Frage nach dem Bösen bei Rousseau darum, ob Menschen und Tiere sich in der Boshaftigkeit ähneln und dieses verneint er absolut. Warum, mag man sich in Angesicht der mitunter Brutalität von Raubtieren beim jagen, fangen, töten und verspeisen Ihrer Beute fragen?

Rousseau entgegnet: Tiere nehmen sich das Böse, im Gegensatz zum Menschen, nicht vor. Nur der Mensch ist zum radikal Bösen fähig, während das Tier seinem Instinkt folgt. Und nur der Mensch tut böses im vollen Bewusstsein böses zu tun, ja dieses auch zu planen und mit diesem Wissen und Wollen zum Bösen handeln unterscheidet nach Rousseau Mensch von Tier.

Wie sehen Sie das Thema? Und was denken Sie über Rousseau an sich?

Kommentare (4)

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