Reflektion unserer Werte

Norman Saidi • 4 Dezember 2021
11 Kommentare
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Ich schreibe jeden Satz in Gedanken an Werte nieder. Wieder gehen meine Emotionen aus dem Herzen ins Gehirn und weiter mit den Nerven in die Hand. Schwarz auf Weiß kannst du meine Empfindungen für Menschlichkeit auf jeden meiner geschriebenen Verse lesen.

Ich tippe was ich sehe und sehe wie schön das Leben sein kann, doch die Sicht wird betrübt. Alles so kühl zurzeit und wühlt mein Inneres auf.

Werte, sie sind der Kompass auf der rauen See mit dem Namen Leben. Regen wird stärker und die Sicht vernebelt. Wer segelt ohne Sicht im Sturm? Die heutige Gesellschaft hat den Kompass falsch justiert und die Menschen fehlgelehrt was heute gilt als Wert. Just irrten sie sich darin, dass diese Glück bringen würden, denn sie bringen nur verderben. Vererben Hass, Missgunst, Unverständnis und Hetze. Alles wird oberflächlich und man blind im Herzen.

Statt echten Werten wird gepredigt, ordne dich unter, nur dann sind sie gnädig...

Heute:

Hetze - weil ein schwarzes Schaf einen faul sein lassen kann.

Ignoranz - denn ich habe Recht mit Unrecht.

Ehrenlos - da wir respektlos, unanständig,  würdelos und schlecht unsere Mitmenschen behandeln.

Lügen - weil wir besser sein möchten als andere, statt hilfsbereit.

Materialistisch - denn hast du was bist du was.

Wir irren so sehr, denn es sollte heißen bist du wer hast du was an dir, dass man mit dir sein möchte. Das was dich ausmacht sind die richtigen Werte.

Damals:

Disziplin - sei hart zu dir und gib niemals auf.

Ehre - du musst einen Anspruch an dich selbst haben.

Ehrlichkeit - bleib immer aufrecht und gerade.

Respekt - jeder Mensch ist wie ich selbst zu behandeln.

Bescheidenheit - du musst nicht in Geld baden.

Stolz - gibt dir Kraft auf deinem Weg.

Zusammenhalt - denn es schafft hier keiner alleine.

Gerechtigkeit, Güte, Gunst, Würde, Hoffnung, Achtsamkeit, Anstand, Ehrgeiz, Herzlichkeit, Treue, Leidenschaft, Sinnlichkeit, Nächstenliebe, Ruhe, Solidarität wo sind sie bewusst und für jeden?

          Geimpfte

 Schutz = Impfung 

 Grund: Angehörige gehören zu den 

              Risikogruppen und oder man selbst 

              dazugehört oder nicht.

Rechtfertigung: Man verlierte Angehörige 

                             durch Corona oder hat 

                             einfach Angst.

 

        Ungeimpfte

Schutz = Abstand

Grund: Angehörige können sich nicht 

             impfen lassen und oder man selbst 

             nicht kann oder möchte.

Rechtfertigung: Man verlierte Angehörige 

                             durch Nebenwirkungen der 

                             Impfung oder hat einfach 

                             Angst.

Egal wie man es dreht, eines verbindet deutlich und zwar schützen wir gemeinsam unsere Angehörigen und haben Angst durch Erfahrungen und geben alles um sie so gut, wie man überzeugt ist, zu schützen.

Lasst uns heute darüber sprechen was uns eint und morgen streiten, so werden wir nicht streiten.

Mit 

Gerechtigkeit - jedem das Recht auf Verantwortung einräumen,

Güte - Verständnis für einander bewahren, Gunst - Bereit für weitere Optionen sein, Würde - Nicht durch Trotz die Fronten  verhärten, 

Hoffnung - dass wir gemeinsam jede Hürde meistern werden,

Achtsamkeit - vorher überlegen was mein nicht mehr zurückholbares Wort an Verletzungen anrichten kann, 

Anstand - in guten Worten diskutieren und konstruktiv streiten,

Ehrgeiz - darin haben menschlich zu sein, Herzlichkeit - für jeden besitzen und nicht für eine ausgewählte Gruppe,

Treue - in unseren Fürsprachen halten und nicht für die stärkere Seite es ändern, 

Leidenschaft - für Streitschlichtung aufbringen, 

Sinnlichkeit - für die Argumente anderer aufbringen, 

Nächstenliebe - für wirklich jeden Nächsten, 

Ruhe - als den besten Rat wahrnehmen, 

Solidarität - für jede Minderheit aufbringen und damit auch für andere Meinungen

können wir die Spaltung beenden und die Graben ausfüllen.

Nun kippen "Erkenntnisse", bei denen wir zuversichtlich waren, doch die Lippenbekenntnisse in unsicheren Zeiten führten zu bedeckten Lippen. 

Verdeckten die Möglichkeit zu erkennen, ob es unserem Gegenüber gut geht.

Es interessiert schlicht nicht und man lässt Menschen im Stich.

Wenn du den Schmerz ignorierst, dann frisst die Kälte eines Tages die ganze Wärme in dir.

Du musst nicht immer stark bleiben, zulassen auch mal Schwach zu sein und Masken fallen zu lassen. 

 

Das Leben! Es ist vergänglich wie der Regen. Irgendwann hört es auf und dennoch ist es ein Segen. Leben nach unseren vorgegebenen Regeln und legen uns oft zu lange Schlafen. Sollten mehr schaffen und nicht irdischen Vorgaben folgen wie Affen. Es verläuft sich wie die Sonne. Wir stehen auf und gehen irgendwann wieder unter. Der Sinn der Sonne ist das Wärmen unseres Lebensraum "Erde" und wir sollten gleiches tun in unserem Umfeld mit Liebe. In meiner "Brennzeit" möchte ich auf meine wahre Umlaufbahn kommen und einen "Planeten" der Art Partner entdecken. Ihn wärmen und mich um ihn drehen, nach den Regeln und Gesetzen unseres Schöpfers. Mir ewig bewusst sein, dass ich im Kosmos "Familie" geboren wurde und mich in ihm bewege. Ihr, die das nun lesen könnt, seid meine Sterne im Universum und verschönert es.

Ich danke euch für die funkelnden Momente und Wärme die ihr mir gebt. In diesem Leben erleben wir alle auch Sternschnuppen und in dieser Metapher fällt es uns wie Schuppen von den Augen, dass es auch schnell im Leben gehen kann und vergänglich ist.

Ich wünsche allen Sternen, dass sie als eigene Sonne, in die richtige Umlaufbahn kommen und einen dazugehörigen Planeten finden.

 

Mach es dir bewusst und sei hiernach nun mit einem kalibrierten Kompass auf der rauen See unterwegs.

Kommentare (11)

Lara Hitzmann

Lieber Herr Saidi,
Ihre Worte sollte sich jede und jeder zu Herzen nehmen! Vielen Dank für diesen Beitrag, der nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch sehr schön geschrieben ist!

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  • Norman Saidi

    Liebe Frau Hitzmann, ich danke Ihnen für dieses schöne Feedback und es freut mich, wenn meine Worte zum Nachdenken anregen und eine Inspiration sein können.

    Gruß
    Norman

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  • Marcin Lupa

    Lieber Herr Saidi,

    ich kann mich Frau Hitzmann nur anschließen. Sehr schön ausgearbeitet und für mich auch verbindlich.

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  • Norbert KNOLL

    Lieber Herr Saidi, das klingt sehr poetisch und ich finde die Metapher mit dem "Kompass" für das Handeln der Menschen ist sehr gut gewählt.

    Ich würde den Kompass mit drei Nadeln ausstatten, die zu drei Fragestellungen des Alltagslebens eine Richtung weisen:

    (1) Wie gehe ich mit mir selbst um?
    (2) Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um bzw. in welchem Verhältnis sehe ich mich zu ihnen?
    (3) Wie gehe ich mit meiner natürlichen Umwelt um?

    Nur ein Satz, den Sie schreiben, irritiert mich: "Die heutige Gesellschaft hat den Kompass falsch justiert und die Menschen fehlgelehrt was heute gilt als Wert."

    Es geht nicht um ein abstraktes Ding das sich hinter dem Begriff "Gesellschaft" verbirgt! Die Gesellschaft hat keine Adresse und keinen Repräsentanten, bei dem wir uns beschweren könnten, dem wir ins Gewissen reden könnten, auf den wir in irgendeiner Weise mit Worten und Taten einwirken könnten. Somit fängt dieses Abstraktum der Gesellschaft auch nichts mit einem Kompass an.

    Es sind die Menschen, die einen solchen dreidimensionalen Kompass zu gebrauchen wüssten und notwendig brauchen. Sie haben dazu ja einiges ausgeführt, in welche Richtungen der Kompass stärker oder schwächer ausschlagen könnte.

    Wir dürfen - Ihrer Metapher folgend - aber nicht den Fehlschluss begehen, dass ein jeder Mensch den gleichen Kompass verwenden müsste, eine gewisse "Gleichartigkeit" würde ausreichen.

    Die einzig notwendige Bedingung ist, dass jeder Mensch einen Kompass für sich findet, der ihm selbst, seinen Mitmenschen und den Mitmenschen späterer Generationen ein Leben in Würde, Frieden und Freiheit auf dieser Welt ermöglicht.

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  • Norman Saidi

    Sehr geehrter Herr Knoll,

    vielen Dank für den Einblick Ihrer Interpretation und die mögliche sowie kreative Ergänzung des metaphorischen Kompasses.

    Bei den drei Nadeln würde ich die zweite dagingehend ändern und den Teil mit dem Verhältnis streichen. Ich bin davon überzeugt, dass die Verhältnisse genau die Form an ungerechtem bzw. wertegeringem Verhalten verursacht.

    Das schafft die Gesellschaft eben kollektiv beispielsweise mit der eigenen Umsetzung oder mindestens mehrheitlichen Billigung des Klassismus, wo eben das Verhältnis die gewichtige Rolle einnimmt.

    Wegen dem Abstraktum Gesellschaft und dessen Adresse bzw. Repräsentanten eine Metapher zur Verdeutlichung: "Die Summe aus Funken macht Feuer." Somit ist der Repräsentant der Gesellschaft jeder Einzelne von uns und damit auch Adressat. Hier ändert nicht etwas Einzelnes den bestehenden Missstand sondern wir alle für uns und im Zusammenhang desse gemeinsam durch gegenseitige Reflektion.
    Unsere Gespräche sollten nicht objektiv ,wie im Konsumleben bestehend, geführt werden, sondern tiefgründiger und wertschätzend.

    Der Kompass richtet sich nach magnetischen Schwingungen (Bedürfnissen meines Gegenüber) und ist somit individuell an der Gegebenheit gerichtet. Er sollte jedoch bei allem mit den gleichen Werten geladen sein, damit die richtige Dosierung zur Orientierung einhergehen kann.

    Das hat die Gesellschaft (jeder Einzelne von uns) sich zu hinterfragen inwiefern die Werte vorhanden sind und warum man sich diese reflektierenden Fragen nicht stellt. Eben auch warum die Gesellschsft sie nicht mehr lehrt.

    Würde, Frieden und Freiheit sind Konditionen bei denen ich Ihnen vollkommen zustimme und daraufhinweisen möchte, dass diese erreichbar sind, wenn man im gesunden Maße sich selbst etwas zurücknimmt (nicht als Einschränkung zu verstehen).

    Herzlichen Gruß
    Norman Saidi

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  • Marcin Lupa

    [~7214], dass die Gesellschaft diese ideellen Werte nicht mehr lehrt, hängt vielleicht damit zusammen, dass das Individuum sich erst um die Zugänge zu ihnen bemühen muss.
    Es wäre besser, wären diese Werte allgemeinverbindlich, damit die Gesellschaft eine ruhigere würde. Aber so, hat jeder die Gelegenheit sich mit ihnen auseinanderzusetzen, weiser zu werden, für sich besonnener und freundlicher.
    Ob das reicht, die Gesellschaft zu transformieren, bezweifle ich. Doch die Gesellschaft ist einem Dschungel gleich, in dem auch hübsche zwar Raubkatzen hausen. Und manch ein holdes Nachtgespenst.

    Schön, wenn man da noch den Pfad des Lichts beschreiten kann, wo weder Raubtier beißt, noch jemand verführt.

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  • Marcin Lupa

    Eben weil es die Heterogenität innerhalb der Gesellschaft gibt, bleibt es jedem selbst überlassen, ob er mit einem Kompass, auch mit welchem, navigiert.

    So gucken manche dabei direkt auf Sonne und die Sterne.

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  • Norbert KNOLL

    Ja, Herr Lupa, es gibt sehr viele "Sterngucker" auf dieser Welt.
    Wer nur auf die Sterne guckend durch die Welt geht, muss aufpassen, nicht auf die Nase zu fallen. Ja und auch der beste Kompass nützt nur wenig, wenn man ihn nicht richtig zu interpretieren weiß.

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  • Marcin Lupa

    Klar, und die Sonne darf man auch nicht zu lange anstarren, ohne wenigstens zu blinzeln.
    Ein guter Kompass ist mir übrigens die Open-Source-Enzyklopedie Wikipedia.

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  • Wolfgang Hammer

    Sehr geehrter Herr Saidi,
    Sie haben mit Ihrem poetischen Text einen Wert geschaffen: den Inhalt und die Form ihres BEKENNTNISSES; gut gelungen, überzeugend, sympathisch. Der Text hält einen gefangen. Bis, bis man den Text ein zweites, ein drittes Mal liest. Da stoße ich auf Schwierigkeiten.
    Spontan stimmen Ihnen sicher die meisten Leser zu, wenn Sie schreiben:
    „Die heutige Gesellschaft hat den Kompass falsch justiert und die Menschen fehlgelehrt was heute gilt als Wert. Just irrten sie sich darin, dass diese Glück bringen würden, denn sie bringen nur verderben. Vererben Hass, Missgunst, Unverständnis und Hetze. Alles wird oberflächlich und man blind im Herzen.
    Das ist so pauschal, dass es für viele Kulturen und Zeiten gilt. War der Kompass im Dritten Reich besser justiert als heute.“ Ein Volk, ein Reih, ein Führer“. „Für Gott, Kaiser und Vaterland“, „america first“, „Deus vul?
    Welche Gesellschaft ist „besser“ als unsere heutige? Gibt es ein Land/eine Gesellschaft, die in der Gegenwart oder Vergangenheit nach Ihren Vorstellungen vom richtig justierten Kompass lebt? Norwegen, Griechenland, Sri Lanka?
    Und das Herz als Metapher für positive Werte enttäuscht halt auch in der Wirklichkeit. Im geschützten Raum der Kindergartenpädagogik mag es funktionieren, auch im Religionsunterricht (auch hier habe ich schon Zweifel)l. Aber wie Missionare mit brennendem Herzen Indios christianisiert haben, wissen wir. Die Kreuzzugspredigten kennen wir und brennende Herzen und leuchtende Augen sind bei der HJ oder in Freikorps zu finden.
    Kurz: Auch so schön formuliert verliert die Beschreibung von Werten und ihrer Bedeutung die Haftung in der Wirklichkeit und schwebt über sie hinweg.
    Hingegen scheint mir das, was Sie in einem Interview (4# - WIR FÜR GERECHTIGKEIT – TEAM TALK – Norman Saidi - YouTube) an Beispielen gebracht haben, bemerkenswert. Menschen lernen besser an Beispielen als an Erklärungen.

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  • Norman Saidi

    Sehr geehrter Herr Hammer, ich danke Ihnen vielmals für Ihr tiefgründiges Feedback, welches verdeutlicht, dass Sie sich fair und kritisch mit meinem Text auseinandergesetzt haben. Aufrichtigen Dank an dieser Stelle.

    Gesellschaft soll im Kontext der Werte nicht übergreifend in Form von Religion oder Nationen ausgedehnt betrachtet werden. Es ist hiermit der direkte Menschliche Umgang gemeint miteinander. Das ist frei zu verstehen wie: "Ich leiste Ihnen gerne Gesellschaft".
    Ziel unter dem Aspekt justiert von der Gesellschaft ist sich selbst zu hinterfragen, ob man seinen Kompass als individuelle "Gesellschaft" justiert hat oder dieser eben justiert wurde. Und wenn er justiert wurde, dann von wem, mit welchen Werten, und stehe ich für diese tatsächlich ein?

    Gesellschaft ist auch unser direktes Umfeld wie eben unsere Familie, Nachbarschaft, Bürger einer Stadt. Zu Thema Bürger eben als Beispiel die Frage: "Wie gehen wir mit den Bedürftigen oder vereinsamten Menschen um?"

    Ich hoffe, dass meine Erklärung Ihnen meine Intention vermitteln konnte und es freut mich zu lesen, dass dieser Text sein Ziel erreicht und zum Nachdenken anregt.

    Mit freundlichem Gruß
    Norman

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