Die Ostsee als Ort der Ruhe, Besinnung und Sehnsucht zugleich

Frank Zarrentin • 3 April 2022
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Ich verbinde mit Philosophie nicht nur die großen Denkerinnen und Denker aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte, sondern gerade meine persönlichen Auseinandersetzungen mit jenen Gedanken und meine eigenen Rückschlüssen daraus.

Wo kann dieses besser geschehen als an meinem Ort der Ruhe, der Besinnung und der (wenn nicht dort seiend) Sehnsucht.

Hier daher mein Bild: die Rapsfelder an der Ostsee.

Wo ist Ihr Ort dafür? Würde mich sehr interessieren. :-)

Herzliche Grüße aus Berlin

Frank Zarrentin

 

Kommentare (16)

Merchan Agaricus

Lieber Herr Zarrentin,

Ihr Foto von den Rapsfeldern würde sich gut für ein Cover eines neuen philosophischen Buches eignen. Titel: "Geist und Zeit" z.B..

Um auf Ihre Frage zu antworten, meine klarsten philosophischen Gedanken bekomme ich auf einer Bergtour, die ich gerne im Sommer gehe. Im Massiv des nach der Zugspitze zweit meistbesuchten Bergs Deutschlands, des Wendelstein, gibt es eine Tour deren Strecke über den Malerwinkel im Jenbachtal verläuft. Dort und auf dem Gipfel der Hochsaalwand, die man von dort nach knapp drei Stunden Aufstieg erreicht, läßt es sich wunderbar gedanklich zur Ruhe kommen.

Am Jenbach selbst gibt es eine Wildnispädagogische Einrichtung, bei der Kinder in Indianer-Tipis übernachten können.
Die Erwachsenen treffen sich dort manchmal zu einem Schwitzhüttenritual nach Tradition der Lakota. Zwei Mal habe ich bei so einer spirituellen ganzheitlichen Heilung mitgemacht und im Anschluss im nächtlichen Jenbach gebadet.

Philosophisch höchst wertvoll.

Herzliche Grüße
Marcin Lupa

Gabriele Jung

Herr Zarrentin, herzlichen Dank für Ihr stimmungsvolles Bild. Auch für mich sind Ostsee und Nordsee Ruheplätze , die zum Nachdenken einladen.
Im Alltag gewährt mir mein Garten solche Rückzugsorte. Verschiedene Sitzplätze, versteckt in Senken und unter Bäumen oder offen in mitten von Sträuchern und Stauden bieten mir zu jeder Jahreszeit, auch im Winter, Raum, meinen Gedanken nachzuhängen, lesend oder Musik hörend neue Ideen zu entdecken oder einfach nur Angedachtes zu vertiefen.
Und somit eröffnen diese Orte auch mir, wie Sie sehr schön formulieren, Möglichkeiten mich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, entsprechende Schlüsse zu ziehen und auf der Suche nach Erkenntnis ein paar Schritte weiter zu gelangen. Herzliche Grüße aus dem Rheinland Gabriele Jung

Merchan Agaricus

Im Rheinland dürften einige schöne Orte am Rhein auch sehr kontemplativ sein. Stelle ich mir jedenfalls vor. Als ich im Markgräfler Land lebte, bin ich gerne an den Rhein gefahren und habe dort entlegenen Sandbänke aufgesucht, wo ich Ruhe und Gelassenheit fand.

Gabriele Jung

Ja, lieber Herr Lupa, auch am Rhein gibt es solche Orte, für mich vor allem dort, wo ich das Meer „riechen“ kann. Und bei Niedrigwasser sind die Sandbänke in der Tat ein wunderschöner Ort, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Frank Zarrentin

Gerade das Rheinland, so darf ich mich äußern, bietet mit dem Rhein selbst den schönsten Fluss zur Reflexion. Weder die Elbe oder die Spree bot mir solch eine Schönheit wie der Rhein... Herzliche Grüße aus Berlin

Michaela N.

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum es den Mensch immer so sehnsuchtsvoll ans Wasser zieht?

Ich möchte sogar so weit gehen, daß es in unseren Genen verborgen liegt da der Ursprung des Lebens aus dem Wasser stammt.

Sehr schöne Aufnahme.

Michaela N.

Um Ihre allgemeine Frage noch zu beantworten. In der Tat ist es bei mir Wald und Meer. Der Wald erdet mich und das Meer inspiriert und gibt Kraft sich neu zu orientieren.

Merchan Agaricus

Michaela N., das Wasser ist ein sehr starkes ursprüngliches Element. Philosophisch betrachtet, hat es für mich etwas mit Reinigung meiner Gedanken zu tun.
Auf meinen Bergtouren führe ich immer ein Handtuch mit mir und nutze die kühlen Gebirgsbäche.

Im Übrigen ist auch für mich der Wald sehr inspirierend. Das Waldbad tut der Seele gut und die dabei gesammelten Pilze der Physis.

Frank Zarrentin

Ja, da gebe ich Ihnen sehr gerne Recht, denn wo das Wasser ist, ob Meer oder Fluss, dort treibt es uns unweigerlich hin.

Frank Zarrentin

Michaela N. Vielleicht noch eine weitere Bestätigung: die Ostsee in der Nähe von Kühlungsborn, wo Wald und Meer zusammen treffen.

Gesine Hitschler

Lieber Herr Zarrentin,
der Dichter Robert Gernhardt teilt Ihre Begeisterung für die Ostsee und hat dazu ein Gedicht verfasst:

Unsere Welt ist voller Wunder,
staunend nehme ich sie wahr:
So die Alpen und die Berge
So die Sterne hell und klar
So die Weser ud die Flüsse
So die Himmel hoch und hehr -
doch das größte aller Wunder
sind die Ostsee ud das Meer.

Herzliche Grüße

Frank Zarrentin

Ich danke Ihnen, liebe Frau Hitschler, für dieses Gedicht, und bestätige herzlich gerne diese Reihenfolge... 😃 Auf die Einzigartigkeit der Ostsee, Ihr Frank Zarrentin

Frank Zarrentin

Auch wenn dieses kein Foto ist, so ergänzt es doch meinen Beitrag gut und den Link dazu möchte ich hiermit gerne nennen: https://youtu.be/sPlhKP0nZII Ein Werk, welche ich wahrlich liebe.

Michaela N.

Ein wunderschönes Werk. Und so unterschiedlich ist das empfinden dazu. Mich stimmt dieses Lied sehr wehmutig und unterstützt ehr das Bild, dass alles schöne in dieser Natur zum Fall verdammt ist durch den Menschen. Trotz allem ein akustisches Meisterwerk.

Jasmin Krieger

Die Ostsee ist als Ort schon gut gewählt. Ich habe diesen Ort in der Eifel.

Marie Kocsa

Orten haftet etwas an, nicht wahr...
Da ich in Württemberg aufgewachsen bin, haben die Schwäbische Alb und die Drei Kaiserberge für mich besondere Bedeutung. Gute Orte des Denkens sind für mich hügelig! Ein schöner Bach- oder Flusslauf gefällt mir dabei auch sehr gut. Und beim Gehen lässt es sich wunderbar in Gedanken mitgehen und manchmal sogar einen Text entlanggehen..


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