Online-Vorstellung des Essays "Das Weinberg-Paradoxon" vom Autor Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann

Thorsten Jacob • 18 April 2021
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Liebe Leserinnen und Leser,

der Essay "Das Weinberg-Paradoxon" von Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann wird Ihnen hier vom Autor selbst in kompakten 15 Minuten vorgestellt.


Dieser Essay der nicht-normative Ethik handelt von solchen guten Taten, die sich nicht durch Normen, Gesetze und Gebote regeln lassen. „Gutes Fehlverhalten“ zeigt sich in der Parabel von den Arbeitern im Weinberg als Paradoxon: Das kulante Zahlen gleichen Lohns auch für zu spät gekommene Arbeiter ist für den Betrieb ruinös - und ruft zudem den Protest der regulären Arbeiter hervor.

Das Phänomen der nicht-normativen Ethik war schon in der antiken griechischen Tragödie bekannt und ist von zentraler Bedeutung in der jesuanischen Ethik. Moderne nicht-normative Ethik ist z. B. die Gewährung von Gnade und Kulanz. Die Aktualität und Brisanz des Themas zeigt sich angesichts des politischen Protests gegen „falsche“ Wohltaten, wenn es etwa um die humanitäre Rettung und Versorgung von Migranten geht. Daher will dieser Essay über das Paradox des guten Fehlverhalten nachdenken und Hinweise zur Lebenspraxis der nicht-normativen Ethik geben.

Pressestimme zum Essay: "Der interdisziplinäre Ansatz in ›Das Weinberg-Paradoxon‹ ist sehr befruchtend; Physik, Mathematik und Informatik werden in die Ethik-Debatte geschickt eingebracht. Toller Stil, sehr nachvollziehbar mit jedem Satz, echt spannend!"

Prof. Dr. Guerino Mazzola, University of Minnesota, Minneapolis



1 Prof. Dr.-Ing. Georg Rainer Hofmann, Jahrgang 1961, ist seit 1996  Professor an der Technischen Hochschule in Aschaffenburg, und dort seit 2010  Direktor des Information Management Instituts (IMI).

Nach dem Studium der Informatik und Volkswirtschaftslehre, Nebenfach Philosophie, an der Technischen Universität Darmstadt promovierte er 1991 bei Prof. Encarnacao (Darmstadt) und Prof. Stucki (Zürich) zum technisch-philosophischen Thema „Naturalismus in der Computergraphik“.

Von 1987 bis 1992  war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter im Fraunhofer Institut Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt, von 1993 bis 1996  Berater (Prokurist) bei der KPMG Unternehmensberatung GmbH in Frankfurt am Main und in Berlin.

Er war von 1999 bis 2009 Gastdozent an der Universität Liechtenstein, und von 1995 bis 2018 Gastdozent an der Universität Würzburg.

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Herr Hofmann war von 2011 bis 2019 der Sprecher der Kompetenzgruppe „E-Commerce“ des eco e.V., und seit 1993 Sprecher der Fachgruppe „Software- und Service-Markt“ der GI e.V.

Er ist seit 2020 Mitglied der Gemeinsamen Ethikkommission der Hochschulen Bayerns.

Er hat eine Reihe von Aufsichtsrats- und Beiratsmandaten in der gewerblichen Wirtschaft.


Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind Leitbilder und Strategien in der Unternehmensführung, Digitaler Wandel und Digitale Märkte, sowie die Akzeptanz von Informationstechnologie und anderen Systemen und Verfahren.  

Er verfolgt einen kritisch-rationalen Diskurs im Metier der Formalen Systeme und der Unternehmensethik – Nicht-normative Ethik.

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