Die Lehren des Epikur

Lara Hitzmann • 19 November 2021
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Die Lehren des Epikur

 


»Wer [...] sagt, er wolle noch nicht mit der Philosophie beginnen, oder die Zeit dazu sei vorüber, der gleicht einem Menschen, der sagt, die Zeit zum Glück sei noch nicht oder nicht mehr da.« - Epikur von Samos in: Brief an Menoikeus


Der griechische Philosoph Epikur, 341 v. Chr. auf der Insel Samos geboren, begründete in Athen eine Philosophenschule, die sich mit dem Glücklich sein beschäftigt. Mit seinen Anhänger:innen traf sich Epikur in einem Garten, dem κῆπος. In seinem Garten lehrte er all diejenigen, die ihm folgten, dass es zum individuellen Glück um die kleinen Freuden des Lebens gehe, dass sie für ihr eigenes Glück zuständig seien und schließlich, dass das Glück in der Bedürfnislosigkeit lege.
Jede und jeder hieß er bei sich im Garten zum Philosophieren und sich gut gehen lassen willkommen – von der Oberschicht hin bis zum Sklaven waren alle erwünscht, auch Frauen durften an dieser Lebensphilosophie partizipieren.  

»Wir haben nur dann ein Bedürfnis nach Lust, wenn wir infolge der Abwesenheit von Lust Schmerz empfinden; wenn wir aber keinen Schmerz empfinden, brauchen wir auch die Lust nicht mehr. Deshalb bezeichnen wir die Lust als Ausgangspunkt und Ziel des glücklichen Lebens.«
Epikur

Epikur war der Meinung, dass die Erfüllung in einem glücklichen Leben läge, da die Seele zusammen mit dem Körper nach dem Tod verfalle.

»Die Götter kümmern sich nicht um uns, der Tod bedeutet nichts für uns; was wirklich gut ist, ist leicht zu erlangen; was schlecht ist, ist leicht zu ertragen.«
Epikur

Daneben verbreitete Epikur aber auch seine Ansicht, dass Politik nicht glücklich mache und man sich deshalb davon fernhalten solle. Die athenische Oberschicht war alles andere als begeistert: Menschen trafen sich in diesem Garten, anstelle sich mit der Politik zu beschäftigen – dabei galt die Demokratie im Athen des 4. Jhs. v. Chr. trotz wachsender Einflussnahme von Philipp II. als wichtiges Gut. 
Als eklatant wurde auch angesehen, dass in diesem Garten nicht nur athenische Bürger und Metöken (geduldete Zugezogene ohne Bürgerrecht), sondern auch Sklaven und Frauen zusammenkamen. Schnell verbreiteten sich Gerüchte über die Epikureer:innen, die von den sittenlosen, trunkenhaften und perversen Praktiken in dieser Philosophie berichteten. 
Von Epikur selbst haben sich keine Schriften erhalten, aber durch Berichte von Cicero, Lukrez, Plutarch und Diogenes Laertius lassen sich seine Lehren rekonstruieren. 


In unserer Gesellschaft geht es primär um Arbeiten, Leistung, Produktivität. Viele tendieren dazu, die Arbeit vor das Privatleben zu stellen. Werden Sie schnell unruhig, wenn Sie sich mal mitten am Tag hinsetzen und einfach nichts tun? 
Klar, sich von der Politik und dem Zeitgeschehen abzuwenden und in seinem Garten über die Schönheit des Lebens nachzudenken, wirkt ungemein weltfremd – so war es sicher bereits schon in der Antike. Aber möglicherweise würde uns allen ein klein bisschen Ruhe ganz guttun. 

 

Weiterführende Literatur: 

Epikur, Brief an Menoikeus, übers. u. hrsg. von Jan Erik Hessler, in: Schwabe Epicurea 4 (2014).

K. Piepenbrink (Hrsg.), Philosophie und Lebenswelt in der Antike (2003).

F. Russi, Epikur. Der Philosoph der Freude, in: Philosophie für unterwegs 1 (2018).

 

Kommentare (13)

Uwe Seelinger

Ich sehe das nicht so idealistisch wie Sie Frau Hitzmann. Kann sein, dass man im 5. jh. vor Chr. sich noch gut aus der Politik heraushalten konnte. Aber hierzulande leben 80 Mio. Menschen, und das Zusammenleben muss geregelt werden. Auch ein atheistisch gesinnter Mensch ist heute gezwungen, sich auf Schritt und Tritt mit Religionen auseinanderzusetzen. Wer im Berufsleben steht, hat keine andere Wahl, als produktiv zu sein, oder er fliegt raus (wenige Ausnahmen gibt es sicherlich hier und da). So mancher zeitgenössische Philosoph hinterlässt in der Corona-Krise nicht den besten Eindruck, die Philosophie wirkt regelrecht überfordert, damit umzugehen. Man sagt, in der späten Antike haben sich die Menschen zurückgezogen, man hat versucht, für sich selber glücklich zu werden, der Trip ins Innere sozusagen. Wir lösen keine Probleme, wenn wir uns mit der Stoa oder Epikur beschäftigen, so verlockend es auch ist. Wir stehen aktuell vor einem Berg von schwierigen Problemen. Da hilft kein Epikur, da hilft kein Kant, die kannten diese Probleme noch nicht in dieser Form. Aber ich hinterlasse noch einen Buchtipp. Gerhard Ernst, Philosophie als Lebenskunst, Suhrkamp, ein Sammelband, enthält auch 2 lesenswerte Beiträge zu Epikur.

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  • Lara Hitzmann

    Lieber Herr Seelinger,
    vielen Dank für Ihren Buchtipp und Ihre Eindrücke in Bezug auf die Anwendung der epikureischen Lehren auf die Gegenwart.
    Ich stimme Ihnen zu - Epikur würde in unserer Gesellschaft nicht funktionieren, es gibt sehr viele Baustellen, an denen jede und jeder von uns arbeiten sollte. Aber mir fällt ebenso auf, dass es einige gibt, die alles geben und dabei die Schönheit des Lebens außer Acht zu lassen scheinen. Mein Bestreben mit diesem Beitrag war es, diesen faszinierenden antiken Philosophen vorzustellen, ferner jedoch, meine Meinung zu einem sinnigen Leben auszudrücken. Sie schreiben, dass weder die Beschäftigung mit der Stoa noch Epikur eine Lösung für die Schwierigkeiten unserer Zeit böten. Gäbe es einen Philosophen oder eine Philosophin, die Ihrer Meinung nach dazu imstande wären?

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  • Uwe Seelinger

    Die moderne politische Philosophie, leider kenne ich da nur Nida-Rümelin. Karl Popper hilft mir immer. Die Gesellschaft für kritische Philosophie finde ich interessant. Dort suchen Philosophen nach Antworten auf aktuelle Probleme. Man ist dort naturalistisch rationalistisch gestimmt, das mögen nicht alle. Popper, Hans Albert, und....auch Epikur kommen dort ständig zum Einsatz. Sonderheft Januar 2021: Seneca, super toll geschrieben.

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  • Marcin Lupa

    Es gibt in unserer Gesellschaft unzählige überarbeitete Angestellte sogenannter niederer Berufe, wie zum Beispiel die Hauswirtschaftlerin oder den Hausmeister, die keine Zeit für Politik haben. Denen hilft Epikur viel mehr als jeglicher politischer Diskurs.
    Für den politischen Diskurs muss man sich begeistern können, meistens wird man nur betrogen und die Lösungen, die präsentiert werden, scheinen mit einer enormen Geschwindikeit auf das Ende der Menschheit und vieler anderer Spezies von Lebewesen zuzustreben.

    Vielleicht ist der Grund dafür eine überanstrengte Beschäftigung mit Politik.

    Politische Sklaven wie ich informieren sich natürlich gern und setzen auch ihr Kreuz gerne für sozial oder ökologisch, dennoch haben wir an sich nichts mit dem Poltischen Betrieb am Hut. Es sind andere die lenken, bestimmen, entscheiden und vor allem abkassieren. Allerdings serviert man auch ihnen später die Rechnung für ihre Missetaten.

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  • Uwe Seelinger

    Fast jeder kennt Olaf Scholz, fast niemand kennt Epikur. Selbst im Ethik Unterricht wird der nicht behandelt. Warum auch, wo die Mehrzahl der Kids dort Muslime sind. Gibt es Hausmeister, die sich mit antiker Philosophie beschäftigen? Anders gesagt: Wir sind hier bei der WBG ganz unter uns, eine kleine Familie, eine sehr kleine.

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  • Marcin Lupa

    Der Regelfall ist es nicht, das sich Hausmeister mit antiken Philosophen beschäftigen. Aber hier in der wbg, in unserer kleinen Familie, erinnert sich bald niemand an Olaf Scholz, dagegen viele an Epikur.

    Bald wird jeder wissen, dass auch Scholz wie Schröder ein Karrierist und Betrüger ist, während das Unternehmertum den Staat leitet und lenkt, stellt Scholz sich ans Podium und schwafelt etwas von sozialen Werten. In der Zwischenzeit werden Kinder seelenruhig misshandelt und viele von ihnen verhungern.
    Vom rasanten Artensterben gegen das Bärbock und Habeck nichts unternehmen werden, sich die Taschen mit Geld stopfend, rede ich lieber nicht. Auch nicht von der Rolle Deutschlands bei der Denaturierung des Planeten.

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  • Kalle Simon

    Sehr geehrter Herr Seelinger,
    bitte werten Sie meinen Kommentar nicht als Vorwurf, im Gegenteil, ich Teile Ihre Meinung in Bezug auf den Wert von philosophischen Lehren für die Masse der Bevölkerung.
    Ich möchte nur klar stellen, dass ich Epikur im Ethikunterricht mit Schülern behandelt habe. Außerdem: Aristoteles, Hobbes, Mill, Bentham, Kant, Marx, Nietzsche, Rawls, Sartre, Sen, Lohmar, Höffe, Popper und bestimmt noch einige mehr. Und ich weiß auch, dass meine Kollegen das getan haben.
    Mir gehts nur darum, ein Gegenbeispiel zu bringen und auszuführen, warum der Eindruck entsteht, es würde in der Schule nicht gemacht werden.

    Und ich gebe auch zu, ich brachte es nicht allen Lernenden zu gleichen Teilen bei. Das geht leider nicht und ist eine klare Schwäche.
    Von einem Oberstufenschüler kann ich erwarten, dass er ein Kapitel aus der Kritik der reinen Vernunft liest und sie den Grundzügen konsequentialistischer Theorien gegenüberstellt.
    Aber eine Schülerin in der fünften Klasse, die gerade mal so lesen und schreiben kann (wenn nicht grade ein Jahr lang Lockdown war), kann das selbstverständlich nicht. Da schaut man sich Kinderarbeit in Peru an und unterrichtet Gerechtigkeitstheorien durch die Hintertür. Das Kind wird nie wissen, dass es in der fünften Klasse die Grundzüge eines bestimmten Philosophen gelernt hat, aber in der siebten Klasse weiß sie noch, dass es Begriffe wie "ausgleichende Gerechtigkeit" gibt.
    Und der Grund für so ein Vorgehen ist oder war, weil auch ein Muslim etwas damit anfangen kann, ebenso Zeugen Jehovas, Hindus und Juden, die alle in Ethik gesteckt werden, weil das das Kultusministerium in seiner unendlichen Weisheit so vorsieht. Katholen und Evangelen, die bekommen jeweils einen eigenen Unterricht, am besten im Klassenverband, wo sich alle kennen und in der Regel auch mögen. Aber nicht in Ethik, nein. Hier kann man alle Kinder eines Jahrgangs aus allen Klassen und am besten noch allen Schulzweigen zusammenwerfen. Haupt- Real und Gym, denn wir brauchen mindestens 8 Lernende, damit eine zusätzliche Unterrichtsstunde bewilligt wird. Geld ist knapp! Da kann übrigens auch mal die Bio-Lehrerin Ethik unterrichten, wenn das Landesschulamt keine Gelder für einen Fachmann bewilligt! Die kriegt das schon hin, mit den Kindern ein wenig über Gefühle zu reden.
    Aber wehe, wenn der Ethiklehrer mal Bio in einer fünften Klasse unterrichten soll... Lebenskreislauf im Wald oder sowas... das geht nicht, weil der kein Fachmann ist. Da muss eine Politik und Religionsstudentin eingestellt werden. Die kann das auch nicht, aber die wird aus einem anderen Topf bezahlt.
    Ich schweife ab.

    Es hat auch einen praktischen Nutzen Philosophen zu unterrichten. Denn wenn ich mit meinen Schülern nur religiöse Texte im Vergleich lesen würde, ohne einen Puffer dazwischen, hätte ich in manchen Schulen dauernd kleine Glaubenskriege und ja, die gibts. Die sind auch nicht schön.
    Zugegeben, die Kinder vergessen nach Rund 2 Monaten gerne mal den Unterschied zwischen einem Handlungs- und Regelutilitarismus, erklären, dass Kant Tugendethiker war und denken, dass Epikur irgendwas mit Tod war, Tod Gottes oder so. Ich hab schon vieles gehört und gelesen. Dafür kennen die Lernenden bestimmt alle 300 Pokemonarten auswendig, wissen welche Aufstellung für das Fußballspiel am kommenden Sonntag die beste ist und haben den neuesten Feed über Flipbottletricks gelesen, den sie in den Pausen gleich mal ausprobieren, obwohl sie ganz genau wissen, dass sie hinterher nur mit nassen Klamotten im Unterricht sitzen und bei geöffneten Fenstern frieren werden.
    Ich schätze Kinder sind nun mal so. Ich glaube ich war auch so.

    Aber was unterscheidet denjenigen der einen Philosophen freiwillig liest (das ist nämlich nicht wirklich entspannend für die meisten) von jemandem, der es nicht tut? Ich kenne meine Gründe, aber das müssen nicht die von jedem sein.

    Wenn wir von Auslassungen im Unterricht reden wollen, dann reden wir lieber von wirklich unnützem Wissen im Fach Deutsch, wo noch heute Arbeiten geschrieben werden wie: "Erkläre welche Wortart "weswegen" ist." Oder von Auslassungen. Und das ist wirklich ärgerlich, weil ich denke, dass jeder meine Meinung teilt. Das Kultusministerium Hessen beispielsweise sieht im Geschichtsunterricht keine Behandlung des Kaiserreiches und des dritten Reiches für die Hauptschülerinnen und Hauptschüler des Landes vor. Ebensowenig Kriegsende, Besatzungszeit, Mauerfall und Zeitgeschichte.
    Zumindest nicht bis nach der neunten Klasse, wenn die Lernenden vielerorts die Schule bereits verlassen und in die Arbeitswelt entlassen werden. Es wird im alten Lehrplan erst in der 10 behandelt, die vielerorts zu Gunsten einer Berufsschulausbildung aufgegeben wurde.

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  • Marcin Lupa

    Lieber Herr Simon,

    wie so oft teile ich Ihre Meinung. Vielleicht liegt es daran, dass Ethik und Philosophie meine Lieblingsfächer waren und wir damals noch keine Pokemon hatten (da die Wirklichkeit grausam ist, verstehe ich wenn Kinder in Phantasiewelten abtauchen. Der von Ihnen bemühte Nietzsche sagte in einer seiner besseren Schaffensphasen sinngemäß, dass wir Menschen der Täuschung bedürfen, um das Leben zu ertragen. Wohl deshalb auch das Verlangen nach Religiosität in uns und die Religionen, die allesamt auf Täuschung basieren).
    Wir hatten damals den Herrn der Ringe und daher wohl heute manch einer noch die illusorische Hoffnung, das Gute würde siegen. Jenseits von Gut und Böse kam etwas später, ebenso Gottes Tod.

    Schön, dass noch Begriffe wie "ausgleichende Gerechtigkeit", meines Erachtens mehr ein Begriff als eine Tatsächlichkeit, gelehrt werden. Aber werden auch Begriffe wie Amnestie gelehrt? Und das Straffreiheit in unserer Welt nich den unschuldig Verurteilten zukommt, sondern vor allen den Tätern, die stets Verbrechen begehen und dann um ihre Verantwortung herumlavieren.

    Aber vielleicht sollten wir das eigene Nest nicht beschmutzen und das Böse nicht schon in den Klassenzimmern kultivieren, wo es doch ausserhalb dieser so prächtig gedeiht. Es reicht, dass es in unseren Gerichten schon haust und das Entscheidungsträger dort, unschuldige Menschen foltern.

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  • Kalle Simon

    Sehr geehrter Herr Lupa,
    ich muss gestehen, dass ich nichts von Amnestie außerhalb des Ideals weiß. Also, wieso ein Mensch in einem Land Amnestie genießen sollte. Nicht, wie es im Verfahren von statten geht. Staatliche Verfahren werden durch das Fach Politik und Wirtschaft abgedeckt. Dies zu unterrichten hatte ich keine Gelegenheit. Ich kenne den Alltag einer Staatsanwältin, die häufig über ihren Fällen sitzt und aufgrund inkompetenter Vorgesetzter nur verwalten, aber nicht tätig werden kann. Ich weiß auch, dass sie darunter leidet.
    Die paar mal, wo ich mit dem Gesetz in Konflikt geriet, betrafen mich als sekundären Beistand oder Zeugen und ich habe daher leider keine Erfahrungswerte diesbezüglich und weiß alles nur aus zweiter Hand. Verzeihen sie mir deshalb, wenn ich ihr Bild des Rechtssystems weder bestätigen noch widerlegen kann. Ich bin einfach zu unbedarft. Ich verlasse mich hier auf Ihre Aussagen und habe keinen Grund sie in Frage zu stellen. Ich möchte jedoch keine bösen Absichten gegen Unschuldige unterstellen sondern stattdessen ein zu starres und reformationsfeindliches Justizsystem annehmen, das, wie jedes staatliche Amt, an der selbst verbockten Bürokratie krankt.

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  • Uwe Seelinger

    Ich spiele hier den Advocatus Diaboli, da ich die Philosophie selber liebe. Eine heftige Reaktion konnte ich hier immerhin hervorrufen. Zurück zur Ökowende: Ich nehme dem demokratisch gewählten Politiker Olaf Scholz ab, sein Möglichstes zu versuchen. Aber nur mit Technik wird es nicht gehen. Er wird scheitern. Es braucht Verhaltensänderungen. Vor den Verhaltensänderungen kommt die Änderung des Denkens, der Einstellung. Da könnte dann die Philosophie ins Spiel kommen. Ich bin leider Pessimist. Manchmal beobachte ich den Straßenverkehr aus Distanz, da sieht man den Affen, der sich homo sapiens nennt, wie ich immer sage. In der WBG Community sind wir ganz unter uns. Außerhalb werden andere Spiele gespielt. Das war schon immer so. Hören wir Platon: ".dass man wie ein Mensch lebte, der unter die wilden Tiere gefallen ist, weder willens mit ihnen Unrecht zu tun, noch imstande, der Wildheit aller anderen Widerstand zu leisten, eher er für den Staat oder seine Freunde etwas ausrichten könnte, würde er ohne Nutzen für sich oder die anderen zugrunde gehen..".
    In der Schule würde ich mir projektbezogenen Unterricht wünschen. Beispiel: In Deutsch wurden "die Physiker" behandelt. Parallel dazu hat der Ethiklehrer, in völliger Unwissenheit dieses Umstandes, über Ethik in der Wissenschaft arbeiten lassen. Selbst dezente Hinweise bringt diese Lehrer nicht dazu, den Unterricht abzustimmen, wie festgemauert. So etwas ärgert mich. Ein Traum, der das auch bleiben wird: Die Lehrer für Physik/Bio, Deutsch, Geschichte, Ethik, stimmen sich untereinander ab. Vernetztes Wissen entsteht.

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  • Gerald Faißt

    Sehr interessanter und informativer Beitrag. Vielen Dank dafür Herr Lupa!

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  • Frank Zarrentin

    In diesem Sinne kommt der Beitrag ursprünglich von Frau Hitzmann, oder meinen Sie den Kommentar dazu? Ehre, wem Ehre gebührt.

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