Leben – The Game: Eine Spielerezension aus dem Jahr 2125

Michael Bungardt • 24 Januar 2021

Ich spiele Leben-The Game jetzt schon seit ich zwei bin und hab bisher noch keine Rezension abgegeben, darum dachte ich, es wäre mal Zeit.
Ich finde das Game ist ziemlich geil! Ganz toll, muss ich sagen, fand ich die Schullevel. Ich mag die individuell gestalteten Klassenzimmer und ich mag es, dass die gelernten Themen genau an mich angepasst sind. Ein bisschen Schade, dass die virtuellen Mitschüler immer nur die übliche Standartantwort geben. Da würde ich mir mehr Abwechslung wünschen. Generell könnte man mit anderen (vielleicht echten) Menschen in einen Klassenraum. So als Anregung.
Im Moment bin ich in den Berufsleveln. Die Werbung sagt ja immer: Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie alle Features des Lebens bequem aus ihrem Gaming Sessel. Das passt voll zu den Arbeitslevel. Die sind sehr gut designt. Sehr benutzerfreundlich. Ich kann jeden Beruf sehr leicht und spielerisch erlernen. Das kleine Nilpferd, dass einem Chirurgie erklärt, finde ich besonders süß. Ich habe gehört, man kann sich hocharbeiten, wenn man genug Chips in einem Beruf gesammelt hat, aber ich probiere lieber alles einmal aus, darum hab ich nie genug Chips dafür. Ich kann Architekt sein, wenn ich will. Ich erstelle Brücken auf meinem Bildschirm und draußen wird sie lebensecht und gleichzeitig von Robotern aufgebaut. Meine Brücken sind bisher immer eingestürzt. Zum Glück sind da noch keine Menschen drüber gegangen. Lol. Aber coole Idee.
Das Reisefeature ist ziemlich nice. Ich hab mir extra eine bessere VR-Brille gekauft, damit ich wirklich fast alle Orte besuchen kann. Die übertragenen Roboterbilder sind richtig lebensecht. Aber der Mt. Everest Roboter scheint irgendwo festzustecken. Ich bekomme immer nur ein Standbild. Bitte verbessern!
Worin das Spiel definitiv Nachholbedarf hat, sind die Liebeslevel. Ich will unbedingt ein Vaby (Virtual Baby, für die N00bs da draußen). Die sind super süß!! Aber die Co-Up Level, die man mit seiner Partnerin machen soll, sind zu schwierig!! Ich komme nie über das Dating Level hinaus. Es gibt zu viele Dialogoptionen, von denen die meisten falsch sind. Ich check das System nicht! Und manchmal ist eine richtig, und bei der nächsten Frau dann falsch. Bitte ändern!! Positiv ist: Die Porno Seiten Erweiterung ab Level 18! Mit Abstand das Beste!
An dieser Stelle will ich übrigens erwähnen, weil es einige geschrieben haben, dass mich die ständige Werbung tatsächlich nicht stört. Sie ist subtil genug ins Spiel eingebaut und es ist nur fair, weil das Spiel sonst was kosten würde. Ich meine, wer die Chips hat, kann die Werbung abschalten, aber mir ist es nach einer Weile nicht mehr aufgefallen. Spätestens mit 3 Jahren hab ich mich daran gewöhnt.
Also alles in allem find ich das Spiel richtig cool! Es gibt ein paar echt nice Features. Ab und zu ist es etwas schwer, aber was mich stört hab ich ja oben geschrieben. Ihr könnt mich gern anschreiben, ich bin eigentlich den ganzen Tag im Spiel.

4/5 Sterne

Kommentare (1)

Tino Richter

Ein süffisantes und auch erschreckendes Szenario, das der Autor hier entwirft - aber leider durchaus vorstellbar.
Da fällt mir folgendes, frei nach Shakespeare ein: "All the world's a game and all men (and women) are merely players."
Vielleicht gestalten wir unser "Leben" in der Zukunft wirklich nur noch vom Sofa oder vom Gamingstuhl (ausgestattet mit allen erdenklichen und unvorstellbaren Features) aus.
Der Algorithmus versorgt uns mit allem nötigen, lebenswichtige Funktionen und Tätigkeiten werden durch individuell angepasste Instrumente übernommen - natürlich ebenfalls von Algorithmen gesteuert. Der Einzelne hat zwar vordergründig den Lebensjoystick in der Hand (bzw. wird DAS GAME ohnehin mit Gehirnsteuerung bedient), aber letztlich entscheidet die KI für ihn ...
Brave new world!

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