Kapstadt-Viktoriafälle, Teil 2

Bernd-J. Seitz • 26 November 2021
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Kapstadt-Viktoriafälle, Teil 2

Reiseblog von wbg-Autor Bernd-Jürgen Seitz


Von Swakopmund fahren wir nach Nordosten in Richtung Etoscha-Nationalpark. Unterwegs besuchen wir noch zwei aus der Wüste ragende Inselberge bzw. -gebirge: Die Spitzkoppe, das „Matterhorn Namibias“, das mit 1728 m die Umgebung um 700 m überragt, und das Brandbergmassiv mit dem Königstein, mit 2573 m Namibias höchster Berg. Die hohe Bedeutung dieser Berge für das Volk der ursprünglich als Jäger und Sammler in Südafrika lebenden San (auch als Buschmänner bezeichnet) ist daran zu erkennen, dass sie in beiden Gebieten zahlreiche mehrere tausend Jahre alte Felszeichnungen hinterlassen haben, die häufig Jagdszenen darstellen.

 

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Das „Matterhorn Namibias“: die Spitzkoppe

 

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Felszeichnungen der San

 

Wir sind gespannt, was uns im Etoscha-Nationalpark, einem der Höhepunkte unserer Reise, erwartet. Bereits auf der Fahrt zu unserer ersten Lodge mit dem Namen „Halali“ begegnet uns fast die gesamte Bandbreite der Großtiere: Eine Löwin schläft unter einem Baum, ein schlammüberzogenes Spitzmaulnashorn ist nicht weit entfernt, häufig zu sehen sind Antilopen wie Springbock, Impala, Gnu und Kuhantilope, nicht zu vergessen die zahlreichen Steppenzebras und die Strauße.  Später sehen wir dann auch Giraffen, Tüpfelhyänen und Schabrackenschakale. Unter den Vögeln fällt insbesondere das zahlreiche Vorkommen der Riesentrappe auf, des mit einem Gewicht von bis zu 19 kg schwersten flugfähigen Vogels der Erde (in Europa ist es die bis 16 kg schwere Großtrappe). Trotz Regenzeit ist an den Wasserlöchern noch viel geboten.

 

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Drei Riesentrappen

 

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Elefanten an einem Wasserloch

 

Der Etosha-Nationalpark ist mit rund 23.000 km² größer als Hessen und umfasst fast die gesamte 4760 km² große Etoscha-Pfanne, die aufgrund des salzigen und alkalischen Bodens weitgehend unbewachsen ist. Nur während der Regenzeit, wenn die Salzpfanne teilweise unter Wasser steht, bietet sie vielen Vögeln Lebensraum, darunter Rosaflamingo und Zwergflamingo. Ansonsten herrschen im Nationalpark verschiedene Formen der Savanne vor, darunter die Dornbuschsavanne mit verschiedenen Akazienarten und die Mopanesavanne mit der Mopane (Colophospermum mopane, Fabaceae) als landschaftsprägendem Busch bzw. niedrigem Baum. Der Kontrast der (in der Regenzeit) grünen Mopane mit der hellen Salzpfanne und den unterschiedlichen Gelb- und Brauntönen des Grases und der vegetationsfreien Flächen ermöglicht interessante Bilder zum Thema „Tiere in der Landschaft“.

 

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Löwe und Strauße

 

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Springböcke und Steppenzebras

 

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Oryxantilopen, Springböcke und Giraffen

 

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Gnu


Auf unserer Fahrt vom Etoscha-Nationalpark nach Windhuk und weiter nach Botswana fahren wir durch die unendlich wirkende Dornstrauchsavanne der Kalahari, die entweder für die Haltung von Vieh oder von Wild (Game Farming) genutzt wird. Etliche Farmen in Namibia halten die Wildtiere auch in großen Freigehegen und bieten Beobachtungsfahrten (Game Drives) für Touristen an.

In Botswana erwartet uns ein ganzes Feuerwerk an Naturerlebnissen, darüber berichte ich im nächsten Teil.


SeitzDr. Bernd-Jürgen Seitz ist promovierter Biologe und war Leiter des Referats Naturschutz und Landschaftspflege im Regierungspräsidium Freiburg. Seine beruflichen Schwerpunkte bzw. Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Biotop- und Artenschutz, der Geobotanik und der Landschaftsgeschichte.

 

 

 


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Unsere Landschaften und ihre Geschichte

Vom Trockenrasen zur Alm, vom Torfmoor zum Kiefernwald, von der Heide zur Ackerfläche: Heute zeigt sich unser Land als vielfältiges Mosaik unterschiedlichster Landschaften. Doch eines ist klar: Ohne menschliches Zutun wäre Deutschland weit überwiegend von Wald bedeckt. Denn all die Landschaften, die wir heute sehen, sind vom Menschen beeinflusst - auch wenn sie uns noch so natürlich erscheinen mögen.

In diesem reich bebilderten und verständlich geschriebenen Werk führt uns Bernd Seitz durch die Geschichte unserer Landschaften. Er zeigt uns, warum unsere Landschaften so aussehen, wie sie aussehen, und was sie dabei geprägt hat, er erklärt, wie, wann und warum der Mensch in die Natur eingegriffen hat, und macht deutlich, dass Naturschutz in erster Linie den Schutz und die Erhaltung historisch gewachsener Kulturlandschaften bedeutet.

Daneben bietet er Landschaftsgeschichte zum Anfassen und gibt viele Hinweise, wo wir die Geschichte unserer Landschaften vor Ort erleben können.


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Die Vielfalt unserer Landschaften

Bezaubernde Wiesen, rauschende Flüsse und mystische Moore - der europäische Kontinent ist ein Mosaik unterschiedlichster Landschaften und ökologischer Nischen. Ob Lüneburger Heide oder spanische Wüste, die Natur Europas präsentiert sich unendlich reich und wunderschön.

Wie vielfältig das Gesicht unseres Kontinents ist, zeigt Bernd-Jürgen Seitz in einer Mischung aus Reiseführer, Bildband und populärem Sachbuch der Landschaftskunde. Von den Azoren bis zum Ural stellt er die verschiedenen Naturräume vor und beschreibt, wie natürliche und politische Grenzen, Geologie und Klima Europa formten und welche Rolle der Mensch dabei spielt.

 


Kommentare (2)

Lara Hitzmann

Lieber Herr Seitz,
vielen Dank für Ihre wundervoll anschaulichen Reiseberichte! Es ist immer ein Genuss, sie zu lesen und sich über die Fotos zu erfreuen.

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  • Bernd-J. Seitz

    Liebe Frau Hitzmann, es freut mich, dass Ihnen meine Berichte gefallen, bald kommt der nächste!
    Herzliche Grüße aus Sansibar, Bernd-J. Seitz

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