Die Jerusalemer Oberschicht im Königreich Juda bevorzugte Wein mit einem Hauch von Vanille

Holger Kieburg • 17 April 2022
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Forscher der Universität Tel Aviv und der israelischen Altertumsbehörde untersuchten Gefäße, die bei Ausgrabungen in der Davidsstadt in Jerusalem zutage kamen. Sie waren überrascht, Reste des exotischen Gewürzes Vanille aus der Zeit vor 2600 Jahren zu finden. Die Entdeckung zeigt eindrücklich, welche Luxusprodukte hierher kamen – möglicherweise aus Indien und seiner Umgebung, da Jerusalem an der internationalen Handelsroute lag.

In der Davidsstadt wurde eine überraschende Entdeckung gemacht: Eine neue Studie der israelischen Altertumsbehörde und der Universität Tel Aviv zeigt, dass in Weinkrügen aus dem Ende der Ersten Tempelzeit, die das Symbol des Handels aus dem Königreich Juda tragen, Reste von Vanillegewürz gefunden wurden – das luxuriöse Gewürz, das von weit her nach Israel kam.

Die Amphoren aus der Zeit von König Zedekia – dem Ende der glorreichen Zeit des Königreichs – wurden in Lagerräumen von Gebäuden bei zwei verschiedenen archäologischen Ausgrabungen in der Davidstadt im Nationalpark entdeckt. Die eine Ausgrabung, die von der israelischen Altertumsbehörde durchgeführt wird, befindet sich an den östlichen Hängen des Hügels der Davidsstadt. Eine weitere Ausgrabung, die gemeinsam von der Israelischen Altertumsbehörde und der Universität Tel Aviv geleitet wird, wurde auf dem Givati-Parkplatz westlich des Hügels durchgeführt. https://antikewelt.de/2022/04/08/wein-mit-einem-hauch-von-vanille/

Kommentare (1)

Lara Hitzmann

Was für eine Entdeckung! Höchst interessant, wie weit die Kulturen damals vernetzt waren. Aber ob Wein und Vanille zusammen schmeckt?


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