Herkunft der Mumien aus dem Tarimbecken

Holger Kieburg • 28 Oktober 2021
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In einer neuen Studie ist es einem internationalen Forschungsteam gelungen, die genetische Herkunft der rätselhaftesten Mumien Asiens zu bestimmen. Die Mumien aus dem bronzezeitlichen Tarimbecken in Westchina, von denen man annahm, sie seien indoeuropäisch sprechende Einwanderer aus dem Westen gewesen, entpuppten sich als indogene Bevölkerung mit tiefen asiatischen Wurzeln und einer Vorliebe für Speisen aus der Ferne.

An der Seidenstraße und am geografischen Schnittpunkt östlicher und westlicher Kulturen gelegen, war die Uigurische Autonome Region Xinjiang lange Zeit ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Europa und Asien für den Austausch von Menschen, Kulturen, Landwirtschaft und Sprachen. In den späten 1990er Jahren erzeugte die Entdeckung von Hunderten natürlich mumifizierten menschlichen Überresten aus der Zeit von circa 2.000 v.u.Z. bis 200 n.u.Z. internationale Aufmerksamkeit für die Region. Die Funde aus dem Tarimbecken fielen vor allem durch ihr so genanntes „westliches“ Aussehen, ihre gefilzte und gewebte Wollbekleidung und ihre agropastorale Lebensweise auf – sie betrieben Viehzucht und Landwirtschaft: sie hielten Rinder, Schafe und Ziegen, bauten Weizen, Gerste und Hirse an und stellten sogar Kefirkäse her. Die Mumien aus dem Tarimbecken, die in Bootssärgen in einer ansonsten kargen Wüste begraben wurden, haben die Wissenschaft lange Zeit vor ein Rätsel gestellt, und über ihre rätselhafte Herkunft wurden zahlreiche Theorien aufgestellt. mehr ...

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