Genetische Abstammung und Erbe der Etrusker entschlüsselt

Holger Kieburg • 27 September 2021
News in der Gruppe Archäologie
0 Kommentare
1 gefällt

Ein Forschungsteam präsentiert umfassende DNA-Analysen zum genetischen Ursprung der Menschen in der eisenzeitlichen Hochkultur Mittelitaliens und ihren Einfluss auf die spätere Bevölkerung.

Die Etrusker, deren Hochphase in der Eisenzeit in Mittelitalien rund 800 Jahre v. Chr. begann, waren eng mit ihren Nachbarn verwandt, den Latinern in der Region Roms. Große Anteile des gemeinsamen genetischen Erbes deuten auf Vorfahren aus der osteuropäischen Steppe hin, die während der Bronzezeit nach Italien und Europa kamen, und die mit der Verbreitung der indogermanischen Sprachen in Europa in Verbindung gebracht werden. Das ergab eine genetische Studie an Überresten von 82 Individuen, aus zwölf etruskischen Fundstätten in Mittel- und Süditalien, die im Zeitraum von 800 v. Chr. bis 1000 n. Chr. lebten. Die Ergebnisse stehen in starkem Kontrast zu einer früheren Vermutung, nach der die Etrusker Zuwanderer aus Anatolien oder der Ägäis gewesen sein könnten. Die Forscher liefern eine mögliche Erklärung dafür, warum die Etrusker eine eigene, inzwischen ausgestorbene Sprache beibehielten, die nicht mit den bis heute in Europa vorherrschenden indogermanischen Sprachen verwandt ist. mehr ...

Noch wurde kein Kommentar hinterlassen.