Gegen den Strom. Für eine säkulare Republik Europa

Luca Rosenboom • 11 Juli 2021
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Mit dem Buch „Gegen den Strom. Für eine säkulare Republik Europa“ hat Egon Flaig, ein renommierter Historiker der Alten Geschichte, ein – wie ich finde – Meisterwerk par excellence fabriziert. Er thematisiert in diesem Buch die derartige politische Kultur in der Welt bzw. vielmehr in Deutschland – und das in einer stringenten Schärfe, wie man es selten bei einem so brisanten Thema liest.

Dass diese ob der Denunziationen nicht mehr von Rationalität oder Wissenschaftlichkeit, mitnichten noch vom λόγον διδόναι (altgriech. „Rechenschaft ablegen“), geprägt ist, muss hier nicht eigens erläutert werden. Dies ist ein Hauptthema in diesem Buch und ich verspreche sicherlich nicht zu viel, wenn ich sage, dass es ein must have für jeden ist, der sich nicht vom Strom mitreißen lässt und sich in Zeiten wie diese >orientieren< will. Auf welchen Grundlagen erlangte die europäische Kultur ihre kohäsive Kraft, von welchen Gefahren sind wir derzeitig geprägt? Wo wollen wir hin oder vielmehr, wo sollten wir wieder hingelangen, wenn doch gerade die wichtigsten Errungenschaften der vergangenen Zeiten verloren gehen?

Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits wäre, dass bisweilen Fachbegriffe – wie das des λόγον διδόναι – benutzt werden, die einem Laien unverständlich sein dürften; dies halte ich persönlich aber nur für einen Schönheitsfehler, der nur zu Abzügen in der B-Note führt.

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