Friedensquintett

Michael Pfeiffer • 8 Mai 2022
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1-Aporie

 

Auf einen Menschen

anlegen auf ein Kind

zielen auf ein Lächeln

das nicht entwaffnet

die Hölle der Gewalt

Los

 

2-Sorós

 

In der Wüste

der Versuchung

begegnen

 

Genügen finden

an einem

Sandkorn

 

die andre Wange

hinhalten

dem Wind

 

nicht entgehen

verwehen

mit dem Korn

 

so sind

die Tage der Wüste

gezählt

 

3-Entwaffne Dich

 

Du musst einfach

nur einfach

wird es

nicht werden

 

Sterne

fallen Orden

Raketen

Wünsch Dir Was

 

4-Singen

 

um nicht zu schreien

entgegen

gesetzten Falls

Schatten sei

Sünde des Lichts

vaporisierter Engel

komm Trost

der Welt

endlose Wacht

 

5-Gibt es Liebe

 

frage ich

wer gibt

 

Das Geben

reicht weiter

als die Gabe

 

Es gibt

der Berührung

Epiphanie

 

der Augen

Blick

Kommentare (1)

Michaela N.

Beeindruckend geschrieben.. Würde ein Poet in den Krieg ziehen müssen, würde er wohl diese Worte wählen. Diese Sinnlosigkeit und das Gefühl von keinen anderen Ausweg zu haben sind am eigenen Leib fast spürbar . Auch mal die Schattenseite sichtbar zu machen. Sehr gelungen der Zwiespalt zwischen Freund und Feind.


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