FREI - Elend und unprivilegiert.

Túlio Augusto Lobo • 1 Juni 2021
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FREI

Elend und unprivilegiert.

Welcher Mensch freut sich nicht auf seine achtzehn Jahre und träumt von der vielversprechenden Freiheit des Erwachsenenlebens? Alle oder fast alle.
Doch dieser Traum ist nur in Begleitung eines Autos wahr. Denn wer frei ist, muss etwas haben, das ihn in alle Ecken der Freiheit führt. Vergessen wir auch nicht, dass eine Stunde Freiheit eine Pause machen kann und es schön wäre, einen Platz zum Leben zu haben.
Maria, eine junge Frau aus der Peripherie, hat das ersehnte Alter der Freiheit erreicht. Sie hat sich die letzten zwei Jahre auf den Anlass gefreut, und ihre Eltern haben sogar eine Party veranstaltet, um das zu feiern. Jemand hätte sie jedoch warnen sollen:
- Mary, du bist arm! Und die Armen sind nicht frei. Schlechte Arbeit. vierundvierzig Stunden pro Woche. Die Armen reisen nicht, weil ihr Lohn kaum ausreicht, um die Rechnungen zu bezahlen. Die Armen haben kein Auto. Die Armen leben nicht einmal.
Ihre Eltern feierten einen Mund weniger und nicht Marias "Freiheit".
Sie wartete in ihren lang erwarteten achtzehn Jahren auf einen Traum, aber was sie fand, war ein Albtraum. Sie arbeitete Tag und Nacht, bis sie alt war. Nie gereist. Sie hatte nie einen Ort zum Leben. Es war nie kostenlos. Arm ist nicht frei! Maria war sehr arm.

Túlio Augusto Lobo


Diese Geschichte ist Teil einer Sammlung, die ich in Brasilien veröffentlicht habe. Ich entschuldige mich, wenn Sie Übersetzungsfehler haben. Er spricht von "Freiheit" und dass sie nicht für alle gleich ist.

Kommentare (5)

Marion Langer

Der Text macht mich nachdenklich. Ist es so, dass man, auch wenn man arm ist, eine Party feiert, wo man doch nichts hat, womit man Speis und Trank bezahlen soll? Ich erinnere mich an meine 18. Geburtstagsparty. Ich bin vom Land. Ein Arbeiterkind. Ich würde uns nicht als arm bezeichnen, wir konnten gut leben, aber wir konnten uns auch nichts groß leisten. Dank Bafög war ich die erste in der Familie, die studieren konnte, genau auch wie meine Schwester. An meinem 18. Geburtstag wollte ich natürlich auch unbedingt eine Party feiern und da dafür kein Geld da war, veranstaltete ich eine Mitbringparty! Jeder brachte etwas zu essen und zu trinken mit. So konnte ich viele Leute einladen und wir feierten draußen vor der Haustür. Nur ein heftiger Gewitterschauer ließ uns dann alle kurz ins Treppenhaus flüchten, aber da war es auch irgendwie gemütlich. Verschiedene (Klassen-)Stufen auf verschiedenen Stufen. Wie machen das Menschen, die eigentlich überhaupt nichts haben. Ich denke an die Favelas in Brasilien. Ich denke aber auch, dass sich in Brasilien keiner vom Feiern abhalten lässt, oder? Auch wenn man nichts hat. Ich war ein paar Mal in Brasilien und ich liebe das Land. Es ist sooo schön! Meine Lieblingsstadt ist Sao Paolo. Ich habe mich sofort wohl gefühlt. Vielleicht kannst Du den Text nochmal auf Brasilianisch darunter kopieren. Ich verstehe es zwar leider noch nicht so gut, aber die Sprache ist so schön!

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  • Túlio Augusto Lobo

    Ich freue mich, dass Sie Ihren Besuch in Brasilien genossen haben. Ich lebe in Goiás, das in der Nähe von Brasília liegt. Diese Geschichte spricht nicht von etwas Bestimmtem, sondern von der Schwierigkeit, diese in der Werbung verkaufte Freiheit zu erreichen. insbesondere für diejenigen, die ohne finanzielle Mittel geboren wurden.
    Danke für deinen Beitrag Marion Langer

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  • Maike Hinrichsen

    Traurig und so wichtig, dass dies hier zu lesen ist, danke!

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