Empfehlung zum Spiegel Podcast - Wie Napoleon die deutschen Staaten veränderte

Thorsten Jacob • 2 Februar 2021
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Empfehlung zu "SPIEGEL Live – Das Gespräch", der Spiegel Podcast

Titel: Wie Napoleon die deutschen Staaten veränderte

Napoleon Bonaparte setzte in Frankreich bahnbrechende Reformen um. Doch welche Auswirkungen hatte sein politisches Erbe auf die deutschen Staaten? Der Spiegel im Podcast-Gespräch mit der Historikerin Ute Planert.

www.spiegel.de/geschichte/wie-napoleon-die-deutschen-staaten-veraendert…

Kommentare (1)

Marcin Lupa

Lieber Herr Jacob,

vielen Dank für diese Empfehlung.

Schon immer interessierten mich geschichtliche Fakten im Zusammenhang mit der schillernden Person des Napoleons.
Eine der Strophen der Nationalhymne meines Heimatlandes Polen, behandelt den General, der Polen vorübergehend von der Fremdherrschaft befreite.

Nach dem ich Frau Planert - die mir ein wenig zu schnell spricht und die Einzelheiten zu hastig vorträgt - nun aber zugehört habe, komme ich zu dem Schluß, dass Napoleon, ein Kind der französischen Revolution, seine Ideale verriet und sich als neuer Kaiser einer Feudalherrschaft aussetzte, letztendlich im Sinne eines Eroberers nur noch Eroberungskriege führte, sich der Leute seines eigenen Volkes als Kanonenfutter bedienend. Wo war da die Republik? - Nicht anders, als der König im Ancien Regimes setzte sich Napoleon an die Spitze seines Landes und wütete.
Mag sein, dass er en passant Nationen befreite, aber vor allem unterwarf er. Die einfachen Bauern wurden wie eh und je ausgebeutet und sogar geplündert.

Ich habe mal die Geschichte des Tiroler Aufstands 1809 um Andreas Hofer gelesen, in einem in Innsbruck am Berg Isel gekauften Buch. Auch die Tiroler litten an den französischen Gendarmen, die zusammen mit den Bayern ihre Heimat verwüsteten.

Ich schlage den Bogen zur Sozialpolitik im modernen Deutschland. Wir haben eine säkulare Partei, die SPD, die dennoch sozial sein will. Das wäre mit der Zeit des Emporkömmlings Napoleon zu vergleichen, der auch den Adel und den Klerus enteignete, sich gleichzeitig für das Bürgertum aussprach. Das tut die SPD im gewissen Sinne genauso. Und nun haben wir den Exkanzler Schröder, der sich von den Wertschöpfungsketten moderner Eroberer, der russischen Oligarchen speisen läßt.

Kann man Schröder einen kleinen Napoleon nennen? Zumindest findet man bei Schröder keine sozialen Werte mehr, keine Geschlechtergerechtigkeit, kein Gedanke des Allgemeinwohls.
Ein Patriarch nach altem Zuschnitt.

Frohe Ostern nochmal an dieser Stelle.

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