Ein unvergessenes Leben.

Tim-Niklas Zimmer • 15 August 2021
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Heute, am 15. August, ist sein Todestag. Der Tod kam nicht zufällig über ihn, nicht durch Krankheit, nicht durch Unfall, nein, er starb für seine Überzeugung, für das Gute im Menschen.

1905 wurde er im damals noch selbstständigen Charlottenburg geboren, als Sohn eines Hauptmanns im Deutschen Kaiserreich. Er legte das Abitur ab und studierte das Recht, damals schon international orientiert, auch in Cambridge. Nach seinem Studium wurde er Teil des Auswärtigen Diensts, kam nach Kopenhagen, Wien und Bukarest. Trotz seiner Position trat er nicht in die NSDAP ein. Vielmehr unterstützte er den geplanten Umsturz und stand bereit, als Außenminister in einem demokratischen Staat tätig zu werden. Das Attentat vom 20. Juli 1944, an dessen Planung und Ausführung sein Bruder beteiligt war, lehnte er aus seiner religiösen Überzeugung heraus ab. Dennoch stand für dieses vor dem Volksgerichtshof, wo er Hitler als den „großen Vollstrecker des Bösen“ bezeichnete. Daraufhin wurde er zum Tode verurteilt und taggleich gehängt.

Im Auswärtigen Amt erinnert an eine Gedenktafel an ihn.

Hans Bernd von Haeften. Unvergessen.

 

 

Kommentare (2)

Marcin Lupa

Wer den Widerstand lebte, oder für die Freiheit einstand, und darauf hin ermordet wurde, muss erinnert und geehrt werden.
Mindestens diese Leute, die in einer schwierigen bis unmöglichen Zeit Überzeugungen und Ideale hatten, die das Gute beinhaltet haben.

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