Braunkohle in Mykene

Holger Kieburg • 26 Dezember 2021
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Archäologen zeigen, dass Braunkohle für Brennöfen bereits in der Bronzezeit vor mehr als 3.000 Jahren genutzt wurde, mehr als 1.000 Jahre früher als gedacht.

Die mykenische Kultur im bronzezeitlichen Griechenland ist nicht nur berühmt für Kunstwerke wie die „Goldmaske des Agamemnon“, sondern auch für den Beginn einer exportorientierten Massenproduktion aufwendig hergestellter Keramikgefäße und Bronzen wie Schwerter und Gefäße. Ein internationales Team um den LMU-Archäologen Philipp Stockhammer konnte nun zeigen, dass diese Massenproduktion vor mehr als 3.000 Jahren wohl vor allem möglich war, weil die Menschen damals bereits systematisch Braunkohle für ihre Brenn- und Schmelzöfen nutzten.

Die Belege dafür haben die Archäologen und Chemiker im Zahnstein bronzezeitlicher Menschen aus Griechenland gefunden. Die Menschen aus den Werkstätten haben offenbar zu Lebzeiten immer wieder die Abgase vom Verbrennen von Braunkohle eingeatmet. „Dieser Befund war eine echte Überraschung“, sagt Philipp Stockhammer, der die Forschungen leitete. https://antikewelt.de/2021/12/22/der-rauch-der-bleibt/
 

 

Kommentare (1)

Ulrike Mack

Phantastisch, was die moderne Archäologie heute leistet! Vielleicht sollten wir unseren Zahnstein nicht mehr entfernen lassen, dann haben unsere Nachfahren noch was davon.

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