Bon anniversaire Jean de La Fontaine

A. Knebel • 8 Juli 2021
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»Rien ne sert de courir il faut partir à point«

– Jean de La Fontaine (8. Juli 1621-13. April 1695)

Heute vor 400 Jahren wurde der bedeutendste französische Fabeldichter Jean de La Fontaine in Château-Thierry in Frankreich geboren.

Wer kennt die geistreichen und poetischen Fabeln des „roi des vers“ nicht? Sei es der listige Fuchs, der eitle Rabe, die hilfsbereite Maus oder der gütige Löwe, die sprechenden Fabeltiere aus bspw. »Der Rabe und der Fuchs«, »Die Grille und die Ameise« und »Der Wolf und das Lamm« sind weltweit bekannt. La Fontaines berühmte Fabelerzählungen lehrten Generationen von Menschen mit Witz und Ironie moralisches Verhalten und Anstand.

Stoffe und Motive entnahm er aus antiken und zeitgenössischen Quellen. Insbesondere die antiken Textquellen des phrygischen Dichters Äsops (6. Jh. v. Chr.) und römischen Fabeldichters Phaedrus (1. Jh. n. Chr.) inspirierten seine zeitlosen und unterhaltsamen Dichtungen.

1665 veröffentlichte La Fontaine seine ersten Verse »Contes et nouvelles en verse« und 1668 erschienen die ersten sechs Fabelbände. Der große Erfolg dieser heiter-ironischen Stücken ermöglichte es, weitere Fabelsammlungen zu verlegen. Als Dichter im 17. Jahrhundert hing die künstlerische Karriere von der Gunst des Sonnenkönigs Ludwig XIV. und des Adels ab. Zu jener Zeit war die Fabel als literarisches Gattung nicht etabliert und erst durch La Fontaine hob sich das Ansehen und die Stellung der Fabelerzählung.

Welche Fabel blieb Ihnen besonders im Gedächtnis? Haben Sie eine Lieblingsfabel?

 

Am diesjährigen 400. Geburtstag finden viele Feierlichkeiten statt. Eine Übersicht dazu finden Sie auf folgenden Seiten

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