Was sagen Sie dazu? – der Wissens-Podcast der wbg - Folge 30: "Was erzählt die Erinnerung?" mit Monique Lévi-Strauss

Thorsten Jacob
Veranstaltungsdatum 16. Juli '21 16:00
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Was sagen Sie dazu? – der Wissens-Podcast der wbg

Zeitgespräche mit Autoren. Weil Bücher verbinden. 

Folge 30: "Was erzählt die Erinnerung?" mit Monique Lévi-Strauss

Im Gespräch mit der 1926 geborenen Anthropologin Monique Lévi-Strauss geht es u.a. um ihre Jugenderinnerungen in Nazi-Deutschland.

Monique Lévi-Strauss erzählt uns, was sie als Tochter eines belgischen Vaters und einer jüdischen Mutter in Deutschland in den Jahren ab 1939 erlebte, wie sie die Deutschen wahrnahm, wie ihre Liebe zu Bildung, Kultur, Kunst und ihre Sprachbegabung ihr half, als Autoritätsperson von Erwachsenen akzeptiert zu werden und immer wieder neu zu leben – und zu überleben.

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Ab dem 16.07.2021 um ca. 16:00 h wird der Podcast hier auf der Community Plattform verfügbar sein.


Lévi-Strauss

Monique Lévi-Strauss, geboren 1926 als Monique Roman, ist die Witwe von Claude Lévi-Strauss (1908-2009), Altmeister der Ethnologie und Ikone der Soziologen und Philosophen.

Die Anthropologin und Textilforscherin kam als Kind eines belgischen Vaters und einer amerikanisch-jüdischen Mutter zur Welt. In "Im Rachen des Wolfes" erzählt sie schließlich nach fast 70 Jahren mit dem Blick der Jugendlichen die Geschichte ihres Aufwachsens in Nazideutschland 1939-1945.

 

Im Rachen des Wolfes
Zum Buch

Der Wahnsinn des 2. Weltkrieges durch die Augen eines jüdischen Mädchens

1939 zieht die 13-jährige Monique auf Entscheiden ihres Vaters mit ihrer Familie nach Deutschland. Familie und Freunde sind entsetzt: Ihre Mutter ist Jüdin, der Krieg steht unmittelbar bevor! Dennoch setzt sich der Vater durch: Aus beruflichen Gründen und weil er glaubt, dass nach den Schrecken des ersten Weltkriegs niemand in Deutschland erneut zur Waffe greifen wird.

Erst spät bringt Monique Lévi-Strauss ihre Kindheitserinnerungen zu Papier. Während der NS-Zeit in Deutschland ein Kriegstagebuch zu führen, wäre zu gefährlich gewesen. In ihrer Autobiografie »Im Rachen des Wolfes« schildert sie eindrücklich und ungeschönt, wie es war, als Mädchen jüdischer Herkunft in Nazideutschland aufzuwachsen.