Verschwörungserzählungen. Bedrohung für den gesellschaftlichen Frieden?

Andreas Pesch
Veranstaltungsdatum 9. März '21 19:00 - 20:45
Veranstaltungsort Polytechnische Gesellschaft Frankfurt • Deutschland

Verschwörungserzählungen scheinen Konjunktur zu haben: Die Idee, mit der COVID-19-Pandemie solle eine neue Weltfinanzkrise kaschiert werden, oder die Behauptung, sie diene der Unterjochung durch Impfungen, verbreiten sich in den Sozialen Medien. Ein extremes Beispiel ist die Q-Anon-Theorie, die auch hierzulande Anhänger findet. Aus psychologischer Sicht scheint Verschwörungsglaube ein Mechanismus der Krisenbewältigung zu sein; aus soziologischer Sicht kann er aber auch als Symptom einer gesellschaftlichen Vertrauenskrise analysiert werden. Aus kulturhistorischer Perspektive wiederum fällt auf, dass Verschwörungserzählungen oft in antisemitischen Traditionen stehen. Am Themenabend werden die drei Perspektiven zusammengeführt. Prof. Dr. Julia Bernstein von der Frankfurt University of Applied Sciences, Pia Lamberty, Co-Autorin des Bestsellers "Fake Facts - wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen", und PD Dr. Jochen Roose, Soziologe in der Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., diskutieren dabei unter anderem die Frage, wie wir mit Verschwörungserzählungen umgehen können – sowohl als Gesellschaft, als auch im Kreise von Familie und Freunden. Philip Eppelsheim, politischer Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, moderiert den Abend.


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Bildquelle: Hassan Pasha on Unspash.com