Ökologie, Universalismus, Demokratie: Wie wir die Aufklärung neu denken können

Andreas Pesch
Veranstaltungsdatum 30. Nov. '21 19:00 - 20:30
Veranstaltungsort Livestream + Evangelische Akademie Frankfurt • Römerberg 9, Frankfurt am Main, 60311, Deutschland
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Ökologie, Universalismus, Demokratie: Wie wir die Aufklärung neu denken können

Ein Vortrag von Prof. Dr. Corine Pelluchon, The New Institute, Hamburg (in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt).

Stephan Hübner, Journalist und Moderator beim Hessischen Rundfunk wird das Gespräch im Anschluss an den Vortrag moderieren.

Eintritt: frei 

Art der Veranstaltung: Es ist eine Hybridveranstaltung mit öffentlich zugänglichem Livestream auf Youtube (d.h. ohne Anmeldung) UND - falls die Pandemie uns bis Ende November keinen Strich durch die Rechnung macht - Präsenzpublikum entsprechend 2G-Regel in der Evangelischen Akademie Frankfurt mit ca. 100 Plätzen im Saal, hier aber mit Anmeldung (zur Not auch beim Einlass).

Link zum Anmeldeformular für die Präsenzteilnahme


Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Polytechnischen Gesellschaft 

Postmoderne Kritiker interpretieren den Universalismus der Aufklärung als eine Form des Strebens des Westens nach Hegemonie. Diese Interpretation ist unzureichend: Das Erbe der Aufklärung, im Sinne der Rechtfertigung der Vernunft, der Emanzipation, der Menschenrechte und der Demokratie, bleibt relevant. Aber die ökologische Krise und die Abhängigkeit von anderen Lebewesen zwingen uns, ihre anthropozentrischen Grundlagen und den Dualismus von Natur und Kultur infrage zu stellen. Wie könnte das Konzept einer neuen Aufklärung aussehen, die eine demokratische und ökologische Gesellschaft fördert und davon ausgeht, dass die Rationalität nicht mehr dazu dient, die Natur und andere Lebewesen zu beherrschen? Die französische Philosophin, Prof. Dr. Corine Pelluchon, beschäftigt sich in ihrer in Frankreich viel beachteten Arbeit mit dieser Frage. Derzeit ist sie Fellow am New Institute in Hamburg. Sie ist Professorin für Philosophie an der Université Gustave Eiffel mit Schwerpunkten in Moralphilosophie, Politischer Philosophie und angewandter Ethik (Bioethik, Umwelt- und Tierethik). Sie ist Autorin von zwölf Büchern. Auf Deutsch erschienen 2019 „Ethik der Wertschätzung“ und im Jahr 2020 „Wovon wir leben. Eine Philosophie der Ernährung und der Umwelt“; im Oktober 2021 folgte „Das Zeitalter des Lebendigen. Eine neue Philosophie der Aufklärung.“ Im Anschluss vertieft Stephan Hübner (hr-iNFO) zentrale Fragen des Vortrags im Gespräch.

Zur Webseite der Polytechnischen Gesellschaft

Bild: Omkar Jadhav (auf Unsplash.com)


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Wovon wir leben

Eine Philosophie der Ernährung und der Umwelt

Wir werden durch die Welt der Natur ernährt: eine Existenzphilosophie für das 21. Jahrhundert

In unserem politischen System stehen der Mensch und sein Wohlergehen im Mittelpunkt. Doch angesichts des Klimawandels hat das fatale Auswirkungen. Unter Rückgriff auf die Phänomenologien von Levinas, Derrida und Ricœur entwirft Corine Pelluchon deswegen eine Existenzphilosophie, die nicht nur den Menschen, sondern auch Tierwohl, Ökologie und Umweltschutz im Blick hat.

 

 


2Prof. Dr. Corine Pelluchon lehrt Philosophie an der Université Gustave Eiffel (Marne-la-Vallée). Ihre Schwerpunkte sind Moralphilosophie, Politische Philosophie sowie angewandte Ethik (Bioethik, Umwelt- und Tierethik). Sie ist Trägerin des Günther Anders-Preises für kritisches Denken 2020.

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