Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte (Online-Veranstaltung) mit Professor Dr. Etienne François

wbg Redaktion
Veranstaltungsdatum 4. Mai '21 18:00
Veranstaltungsort Online aus dem Generallandesarchiv Karlsruhe mit Etienne François
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Das Generallandesarchiv Karlsruhe lädt am Dienstag, den 4. Mai 2021, zu einem Vortrag von Professor Dr. Etienne François, Berlin, ein. Der deutsch-französische Historiker, dessen akademische Karriere ihn von Nancy über Paris und Stuttgart nach Berlin führte, spricht über Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte. Der Vortrag findet im Rahmen der Europäischen Kulturtage 2021 statt, die unter dem Motto "Europa – ein Versprechen" stehen.

Etienne François wird in seinem Vortrag zuerst auf die Vielfalt von unterschiedlichen Erinnerungskulturen in Europa hinweisen. Diese Erinnerungskulturen sind mehrheitlich national geprägt und gekennzeichnet. Gerne betonen sie ihre Eigenartigkeit; gleichwohl lassen sie sich nur in einem größeren Zusammenhang verstehen, da sie miteinander verflochten sind. Die erste Ebene dieser Verflechtung ist ein im breiten Sinne verstandenes Europa, das in Alter und Verbreitung über die Grenzen der Europäischen Union ausgreift. Da sich aber Europa vom Beginn an in einem globalen Zusammenhang entwickelt und definiert hat, haben auch deswegen alle europäische Erinnerungskulturen eine globale Dimension.

Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte – das ist gleichzeitig der Titel eines dreibändigen Werkes über die Grundlagen Europas, das Etienne François mit dem französischen Historiker Thomas Serrier herausgegeben hat. Mit diesem ebenso programmatischen Titel setzen sich in dem anregenden Œuvre über 100 AutorInnen aus Frankreich, Deutschland, Polen, Italien, England, aus den USA, Indien und Japan auseinander.

Professor Dr. Etienne François ist emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Paris 1 (Panthéon-Sorbonne) und an der Freien Universität Berlin, wo er bis 2008 am Frankreichzentrum lehrte. Er ist Autor zahlreicher Werke, u.a. zu deutschen Erinnerungsorten.

Der Vortrag findet online statt. Nach Anmeldung unter dem Link https://attendee.gotowebinar.com/register/6571692353261524750 erhalten Sie die Zugangsdaten.

Termin: Dienstag, 4. Mai 2021, 18 Uhr
Kontakt: Generallandesarchiv Karlsruhe, Tel.: 0721/926-2206, Mail:glakarlsruhe@la-bw.de


1Etienne François, geb. 1943, ist ein deutsch-französischer Historiker. Er ist emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Paris-I (Panthéon-Sorbonne) und an der Freien Universität Berlin und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Unter anderem gab er das dreibändige Werk "Deutsche Erinnerungsorte" heraus (zus. mit Hagen Schulze, 2001).

 

 

 

 


 

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Europa ist ein grandios reicher Kulturraum mit einer überwältigend vielfältigen Geschichte. Seit Ende des 15 Jh.s haben die Europäer begonnen, die Welt zu entdecken, sie zu unterwerfen und auszubeuten. In der Welt wird Europa vielfach bewundert, selbst fühlt es sich in einer Krise – all das ist Europa.

Die unterschiedlichsten Aspekte europäischer Identitätsgeschichte analysieren nun über 100 Weltbürger: Historiker und Intellektuelle aus Frankreich und Deutschland, Italien, England, aber auch aus den USA, Indien oder Japan. Entstanden ist eine unvergleichliche Geschichte Europas, ein Riesenmosaik der Erinnerungsorten, von der Nymphe Europa bis Tschernobyl, vom Hadrianswall bis zur Berliner Mauer, von der Kalaschnikow bis zum VW-Käfer, von Demokratie bis Holocaust. Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise durch Völkerkunde und Archäologie, durch Religion und Politik, durch Volkswirtschaft, Kunst und Kochkunst. Noch nie wurde Europa einer solch umfassenden Befragung unterzogen wie in diesem Großwerk. Was macht Europa aus? Hier finden Sie die Antwort.